Erfahrungsbericht

Safari Resort Beekse Bergen: Unser Rundgang durchs Resort

K
Katharina
Besuch: 19.06.2025

Vorweg: Wir haben hier nicht übernachtet. Wir kamen im Juni 2025 direkt aus dem Safaripark und sind anderthalb Stunden übers Resortgelände gelaufen — an den Lodges vorbei, durch Karibu Town, ans Schwimmbad, zur Restaurantterrasse. Was hier steht, ist ein Rundgang, kein Aufenthaltsbericht, und deshalb steht am Anfang dieser Seite auch keine Sternebewertung. Nach anderthalb Stunden eine Note zu vergeben, wäre keine Bewertung, sondern eine Behauptung.

Was ein Rundgang leisten kann: prüfen, ob das Konzept hält, was die Bilder versprechen. Das Safari Resort verkauft genau ein Versprechen — Tiere vor der Terrasse — und das lässt sich im Vorbeigehen erstaunlich gut überprüfen.

Das Versprechen stimmt

Es funktioniert. Von den Terrassen an den Savannen schaut man tatsächlich auf Giraffen, Nashörner und Zebras, und zwar nicht als Punkt am Horizont, sondern nah genug, dass man einzelne Tiere unterscheidet. Wer das für eine Fotomontage gehalten hat, liegt falsch.

Privatterrasse einer Lodge im Safari Resort Beekse Bergen mit Schaukelstühlen und Holzzaun, dahinter die offene Savanne mit Giraffen und Nashörnern

Und jetzt das, was auf keinem Prospektbild steht

Schaut euch dasselbe Foto noch einmal an, aber diesmal den Hintergrund. Zwischen den Tieren steht eine Reihe geparkter Autos. Das ist die Autosafari, die genau an dieser Savanne entlangführt.

Das ist die ehrlichste Beobachtung des ganzen Nachmittags: Ihr sitzt auf eurer Privatterrasse und schaut auf die Tiere — und auf die Tagesgäste, die dieselben Tiere aus dem Auto anschauen. Tagsüber ist die Savanne vor eurer Lodge kein stiller Ort, sondern eine befahrene Safaristrecke. Das nimmt dem Ganzen nichts von seiner Besonderheit, aber es korrigiert die Erwartung: „Wildnis vor der Terrasse" ist es nicht, „Zoo vor der Terrasse" trifft es genauer.

Umgekehrt heißt das auch: Morgens vor der Parköffnung und abends nach Feierabend gehört euch der Blick allein. Genau dafür bezahlt ihr den Aufpreis — nicht für den Mittag.

Nicht jedes Haus liegt am Gehege

Der zweite Punkt, den man vor Ort sofort sieht: Ein großer Teil der Unterkünfte hat gar kein Gehege vor der Tür. Es gibt ganze Straßenzüge mit Ferienhäusern, die zwar hübsch afrikanisch bemalt sind — ockerfarbene Wände, Ziermuster als Fries, farbige Blechdächer —, aber auf einen Sandweg und das Nachbarhaus schauen. Das Gehege liegt dann irgendwo dahinter.

Das ist die wichtigste Buchungsentscheidung im ganzen Park. Eine Unterkunft ohne Gehege im Safari Resort ist ein solides, aber teures Ferienhaus — für dieselbe Erfahrung könnt ihr günstiger ins Lake Resort und den Safaripark als Tagesziel besuchen. Wer den Aufpreis zahlt, sollte dafür auch den Blick bekommen.

Bei den Baumhäusern und Safari-Zelten ist die Lage dagegen eindeutig: Die stehen dort, wo das Konzept aufgeht.

Maji Springs ist ein Hallenbad, kein Erlebnisbad

Hier lohnt sich das Hinschauen, weil die Erwartung oft eine andere ist. Das Maji Springs ist eine schöne, helle Holzhalle mit bodentiefen Fenstern in den Kiefernwald — und darin ein rechteckiges Becken mit 1,20 m Wassertiefe, abgetrennt durch Seilnetz-Geländer.

Rechteckiges Schwimmbecken im Maji Springs des Safari Resort Beekse Bergen in einer Holzhalle mit Fenstern zum Kiefernwald und Seilnetz-Geländer

Zwei kleine Rutschen gibt es, und für Kleinkinder ist ein eigener Bereich da. Aber das ist alles. Kein Wellenbad, keine Wildwasserbahn, kein Strömungskanal, keine Röhrenrutschen.

Kleine Wasserrutsche im Hallenbad Maji Springs im Safari Resort Beekse Bergen

Wer mit einem Aqua Mundo im Kopf anreist, wird enttäuscht sein. Wer eine Runde schwimmen nach dem Safaritag sucht, findet genau das. Für Kinder, die rutschen wollen, liegt das echte Wasserprogramm im Speelland — im AttractiePas enthalten, aber eben nicht im Resort.

Das Restaurant sieht großartig aus — und es ist das einzige

Die Terrasse des Restaurant Moto ist der schönste gebaute Ort im Resort: verwitterte Holzstämme als Stützen, ockerfarbene Lehmwände, Korbsessel, dazwischen Stauden und Findlinge. Das wirkt nicht wie Ferienpark-Gastronomie, sondern wie eine Lodge-Terrasse.

Der Haken steht in jeder zweiten Gästebewertung, und er stimmt schon von der Anlage her: Es gibt genau dieses eine Restaurant. Für ein Resort dieser Größe ist das knapp bemessen. Wer abends essen gehen will, reserviert besser gleich nach der Buchung für jeden Abend — und wer selbst kochen will, kauft vorher in Tilburg ein, weil der Shop im Resort kein Supermarkt ist.

Bollerwagen sind hier kein Zubehör

Was uns überall auffiel: Vor den Häusern stehen Handwagen mit Beekse-Bergen-Aufdruck. Das Gelände ist groß, die Wege sind sandig, und zwischen Lodge, Karibu Town und Schwimmbad kommen schnell ein paar hundert Meter zusammen. Mit Kleinkind ist so ein Wagen weniger Luxus als Grundausstattung — einer steht auch auf dem Terrassenfoto oben, links im Bild.

Ausgedruckter Gesamtplan der Anlage Beekse Bergen mit Safaripark, Safari Resort und Lake Resort

Was wir nach anderthalb Stunden denken

Das Safari Resort macht das, was sonst niemand macht, und es macht es gut. Die Tiere sind wirklich da, die Thematisierung ist auf einem Niveau, das man in Ferienparks selten sieht, und das Restaurant ist optisch eine Klasse für sich.

Die Einschränkungen sind aber genauso real: ein Hallenbad statt Erlebnisbad, ein einziges Restaurant, kein Supermarkt — und tagsüber Autoverkehr in der Aussicht. Das Resort konzentriert sich kompromisslos auf die Tiere und lässt alles andere solide, aber unspektakulär.

Unser Rat aus dem Rundgang: Bucht hier nur mit Gehegeblick. Wenn das Budget dafür nicht reicht, nehmt das Lake Resort am See und fahrt für die Tiere in den Safaripark — der ist im AttractiePas ohnehin enthalten. Der Aufpreis hier bezahlt genau eine Sache, und die bekommt man nur, wenn man sie mitbucht.

Was wir nicht beurteilen können, weil wir nicht geblieben sind: Sauberkeit bei der Anreise, die Betten, wie das Restaurant kocht, wie laut es nachts ist und ob das Löwengebrüll morgens wirklich der bessere Wecker ist. Was Gäste dazu berichten, steht auf der Parkseite — als Zusammenfassung von Bewertungen, nicht als unsere eigene Nacht.

K

Katharina

Anderthalb Stunden zwischen Lodges und Privatgehegen — angesehen, nicht übernachtet

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Wir waren im Juni 2025 selbst dort.