Zwei Elefanten im Elefantengehege des Safaripark Beekse Bergen vor einer Natursteinmauer mit Storchennest im Baum

Safaripark Beekse Bergen - vier Wege durch den größten Wildtierpark der Benelux

Inhaltsverzeichnis

Der Safaripark ist der Grund, warum es das Safari Resort überhaupt gibt: 1.250 Tiere aus über 150 Arten auf 110 Hektar, der größte Wildtierpark der Benelux-Region. Als Übernachtungsgast habt ihr ihn über den AttractiePas unbegrenzt inklusive — für den gesamten Aufenthalt, An- und Abreisetag eingerechnet.

Wir waren im Juni 2025 gut zwei Stunden im Park. Das reicht für zwei der vier Safari-Varianten, nicht für alle vier. Wer den Park wirklich sehen will, plant einen ganzen Tag ein — oder besser: zwei halbe, weil die Tiere morgens und am späten Nachmittag deutlich aktiver sind als in der Mittagshitze.

Zwei Elefanten im Gehege des Safaripark Beekse Bergen vor einer Natursteinmauer, im Baum darüber ein Storchennest

Die vier Wege durch den Park

Beekse Bergen lässt euch zwischen vier Safari-Formen wählen, und sie zeigen unterschiedliche Teile des Parks — es sind keine vier Varianten derselben Runde.

Safari Wie Unser Eindruck
Autosafari eigenes Auto, Fenster zu Der schwächste Teil. Warum, steht unten.
Bussafari offener Bus mit Ranger Nicht selbst gefahren, sieht aber nach der besseren Autosafari aus
Bootsafari Boot an Flusspferden und Affeninseln vorbei Haben wir nicht geschafft
Wandelsafari zu Fuß, Raubtiere und Elefanten Das Beste am ganzen Park

Wir haben Autosafari und Wandelsafari gemacht. Die anderen beiden können wir nicht aus eigener Anschauung beurteilen, deshalb steht hier auch nichts dazu, was wie eine Bewertung klingt.

Die Autosafari — ehrlich gesagt der schwächste Teil

Die Autosafari ist das, womit Beekse Bergen wirbt, und sie ist das, was uns am wenigsten gegeben hat. Ihr fahrt mit dem eigenen Wagen bei geschlossenen Fenstern über die Savannen. Das klingt nach Wildnis und fühlt sich streckenweise nach Stau an: An den interessanten Stellen steht eine Autoschlange, jeder hält an, jeder fotografiert, und die Tiere stehen oft so weit weg, dass sie im Handybild ein brauner Punkt sind.

Und dann passiert doch der Moment, für den man hinfährt: Eine Giraffe kreuzt die Straße direkt vor der Motorhaube, drei Meter entfernt, und lässt sich von den wartenden Autos überhaupt nicht beeindrucken. Solche Begegnungen sind nicht planbar — genau darum lohnt es sich, die Runde ein zweites Mal zu fahren. Der AttractiePas erlaubt es ja.

Giraffe läuft während der Autosafari im Safaripark Beekse Bergen dicht an der Motorhaube des Autos vorbei

Unser Tipp: Fahrt die Autosafari als Erstes am Morgen, direkt nach der Öffnung. Später am Tag steht ihr in der Kolonne, und die Tiere haben sich in den Schatten zurückgezogen.

Wer keine Lust auf Kolonne hat, nimmt stattdessen den Bus. Der fährt dieselben Savannen, aber ein Ranger sitzt vorne und weiß, welches Tier sich gerade wo zeigt — und ihr sitzt höher, was für Kinder auf der Rückbank den entscheidenden Unterschied macht.

Zebra-gestreifter Safaribus auf der Safaristrecke im Safaripark Beekse Bergen, vom Fußweg aus gesehen

Die Wandelsafari — hier wird es gut

Zu Fuß kommt ihr den Tieren näher als in jedem Fahrzeug, und das merkt man sofort. Der Fußgängerbereich führt an den Raubtieren vorbei und endet bei den Elefanten, und dort standen wir am längsten.

Ein Elefant hat direkt vor uns versucht, mit dem Rüssel an die Blätter eines Baums zu kommen — minutenlang, mit sichtbarer Geduld und einer Reichweite, die man erst begreift, wenn man daneben steht. Kein Gehege-Blick aus vierzig Metern, sondern ein Tier bei der Arbeit.

Elefant im Safaripark Beekse Bergen streckt bei der Fuß-Safari den Rüssel über einen Sandwall nach den Blättern eines Baums

Zwischen den Gehegen liegen Spielgeräte — große Holzkonstruktionen zum Klettern, meist an den Stellen, wo Erwachsene ohnehin stehen bleiben und schauen wollen. Das ist gut gedacht: Die Kinder haben etwas zu tun, während ihr in Ruhe die Tiere anseht.

Essen im Park

Die Gastronomie im Safaripark ist besser thematisiert als in den meisten Zoos: Lehmwände, Reetdach, viel Holz, eine offene Terrasse. Kein Imbiss-Container mit Pommesfett, sondern ein Gebäude, das zum Rest der Anlage passt.

Restaurant mit Reetdach und ockerfarbenen Lehmwänden im Safaripark Beekse Bergen, davor eine offene Terrasse mit Tischen

Wie nah das Resort wirklich dran ist

Auf den Marketingbildern wirkt es, als stünden die Lodges mitten in der Savanne. Das Foto oben ist von der anderen Seite aufgenommen — aus dem Safaripark heraus in Richtung Resort. Zwischen Zebras, Giraffen und den Unterkünften liegt eine Wiese, ein Weg und ein Zaun. Nah ist es also tatsächlich; völlig frei stehen die Tiere trotzdem nicht.

Zebras und Giraffen auf der Savanne im Safaripark Beekse Bergen, dahinter die Lodges und Safarizelte des Safari Resort

Praktisches

  • Zeit einplanen: Für alle vier Safari-Varianten braucht ihr einen vollen Tag. Zwei Stunden reichen für zwei davon, mehr nicht.
  • Bollerwagen leihen: Am Eingang gibt es Handwagen zu mieten. Auf 110 Hektar mit Kleinkind ist das kein Luxus, sondern die Voraussetzung dafür, dass der Nachmittag nicht auf euren Schultern endet.
  • Morgens oder spät: In der Mittagshitze liegen die Tiere im Schatten. Wer nur eine Runde fährt, fährt sie früh.
  • Der AttractiePas gilt unbegrenzt. Ihr müsst also nicht alles an einem Tag abarbeiten — und solltet es auch nicht.

Fazit

Der Safaripark trägt die ganze Anlage, aber nicht mit dem, was auf den Prospekten steht. Die Autosafari ist die bekannteste Variante und die schwächste; zu Fuß bei den Elefanten zu stehen war der Moment, an den wir uns erinnern.

Für Familien heißt das: Fahrt die Autorunde einmal früh, und plant den Rest der Zeit für die Wandelsafari und den Bus ein. Wenn ihr im Safari Resort oder im Lake Resort übernachtet, kostet euch keine dieser Runden extra — der AttractiePas deckt sie alle ab, zusammen mit dem Speelland nebenan.