Erfahrungsbericht

Landal Kaatsheuvel: Unser Rundgang durch den Park

K
Katharina
Besuch: 20.06.2025

Vorweg: Wir haben hier nicht übernachtet. Am 20. Juni 2025 sind wir vormittags aus einem anderen Park abgereist und haben auf dem Rückweg einen Zwischenstopp bei Landal Kaatsheuvel gemacht — eine knappe halbe Stunde über das Gelände, ein Blick in ein Ferienhaus, dann weiter. Abends waren wir noch einmal in den Dünen nebenan.

Eine halbe Stunde ist kurz, und dementsprechend steht hier keine Sternebewertung. Was ein kurzer Besuch trotzdem beantwortet: wie der Park aussieht, wie die Häuser gebaut sind, und ob das Verkaufsargument „direkt am Nationalpark" der Wahrheit entspricht. Das dritte war der Grund, warum wir überhaupt angehalten haben.

Ferienhäuser im Landal Kaatsheuvel mit roten Ziegeldächern und dunkler Holzverschalung, davor die grünen Landal-Fahnen am Eingangsbereich

Der erste Eindruck: das ist kein Ferienpark-Ferienpark

Was sofort auffällt: Die Häuser sehen nicht aus wie Ferienhäuser. Es sind freistehende Backsteinhäuser mit steilen roten Ziegeldächern, echten Backsteinkaminen und Fensterläden in Gelb-Weiß mit Vogelmotiv — Brabanter Landhaus-Optik, keine Ferienpark-Serienware. Daneben stehen dunkel verschalte Holzhäuser, die genauso wenig nach Katalog aussehen.

Dazwischen viel Rasen, Hecken, alte Bäume, breite Wege. Es war Freitagvormittag und trotzdem ruhig — keine Musik, keine Durchsagen, kein Animationsteam. Wer aus einem Center Parcs kommt, merkt den Unterschied in der ersten Minute.

Auf den Dächern liegen Solarpaneele, teils großflächig. Das ist ästhetisch Geschmackssache und praktisch ein gutes Zeichen für einen Park, der offensichtlich in seinen Bestand investiert.

Größeres Ferienhaus im Landal Kaatsheuvel mit Solarpaneelen auf dem Dach und großer gepflasterter Terrasse mit Esstisch für acht Personen

Das Haus von innen: besser als erwartet

Wir konnten in ein Haus schauen, und das war die zweite Überraschung. Der Wohnbereich ist großzügig geschnitten — eine große Ecksofalandschaft, zwei braune Ledersessel, eine Stehleuchte, und in der Ecke ein echter Kaminofen.

Wohnzimmer eines Ferienhauses im Landal Kaatsheuvel mit großem grüngrauem Ecksofa, zwei braunen Ledersesseln und schwarzem Kaminofen

Ein Kaminofen in einem Ferienhaus dieser Preisklasse ist kein Standard. Für einen Herbst- oder Winteraufenthalt ist das genau der Unterschied zwischen „wir haben ein Haus gemietet" und „wir sitzen abends gemütlich zusammen".

Küche und Essbereich liegen offen dahinter: langer Holztisch, acht weiße Stühle, drei grüne Pendelleuchten, weiße Einbauküche mit Backofen, Mikrowelle, Gaskochfeld, Dunstabzug und Kaffeemaschine. Am Tisch stand bereits ein Kinderhochstuhl — man muss ihn also nicht extra anfragen und mitschleppen.

Schlafzimmer und Bad sind unspektakulär und in Ordnung: Boxspringbett, Holznachttische, Dünenbilder an der Wand; im Bad eine begehbare Glasdusche, ein breites Waschbecken, ein Handtuchheizkörper. Keine Badewanne — mit Babys ist das der einzige Punkt, den man vorher wissen sollte.

Das Tor stimmt tatsächlich

Und dann der Punkt, wegen dem wir angehalten hatten. „Direkt am Nationalpark" steht auf jeder Buchungsseite, und meistens heißt das: fünf Autominuten zum Parkplatz des Nationalparks.

Hier heißt es wirklich direkt. Zwischen zwei Ferienhäusern läuft ein Sandweg auf ein Tor im Zaun zu, dahinter steht der Wald. Kein Wegweiser durch den halben Park, kein Auto.

Sandweg zwischen den Ferienhäusern im Landal Kaatsheuvel, der auf ein Tor im Zaun und direkt in den Wald des Nationalparks zuführt

Abends waren wir dann in den Dünen — und da wird klar, was dahinter liegt: offene Sandflächen, so weit man schaut, mit freigewehten Eichenwurzeln am Rand. Das ist keine Waldlichtung, das ist eine kleine Wüste mitten in Noord-Brabant. Wie es dort aussieht und was ihr mitnehmen solltet, steht auf der eigenen Seite zum Nationalpark.

Weite offene Sandfläche im Nationalpark De Loonse en Drunense Duinen mit Eichen und Kiefern am Rand

Wichtig für die Buchung: Das Tor liegt an einer Seite des Geländes. Wer am anderen Ende wohnt, hat erst einmal einen Fußweg quer durch den Park. Fragt gezielt nach einer Unterkunft in Parkrandlage — sonst kauft ihr das Argument mit und nutzt es nicht.

Was wir nicht beurteilen können

Ehrlich bleiben heißt hier: Nach einer halben Stunde wissen wir, wie der Park aussieht, aber nicht, wie er sich anfühlt.

Wir waren nicht im Schwimmbad — das liegt im Zentralgebäude, und laut Parkplan ist es ein Hallenbad mit Planschbecken, also kein Erlebnisbad. Wie groß es tatsächlich ist, ob es an einem Regentag reicht und wie voll es wird, können wir nicht sagen. Ebenso wenig, wie die Betten schlafen, wie sauber die Häuser bei der Anreise sind, wie freundlich die Rezeption ist oder was der Minishop führt.

Spielplatz im Landal Kaatsheuvel mit Metallrutsche im Grashügel, Sandbereich und Federtier, dahinter Ferienhäuser

Den Spielplatz haben wir gesehen: eine Metallrutsche in einem Grashügel, Sandbereich, Federtier, ein paar Klettergerüst-Pfosten. Solide für zwischendurch, kein Ganztagsprogramm — was zum Rest des Parks passt.

Was wir nach diesem Zwischenstopp denken

Landal Kaatsheuvel ist ein Quartier, kein Erlebnispark. Wer die Efteling zwei Tage besuchen will und das Feriendorf zu teuer findet, wohnt hier vier Kilometer entfernt in einem hübscheren Haus, als der Preis vermuten lässt — und hat abends die Dünen vor der Tür statt eines Themenparkzauns.

Wer dagegen Regentage einplanen muss und ein Erlebnisbad braucht, sollte weiterschauen. Der Park verspricht das gar nicht erst, und das rechnen wir ihm eher an, als dass wir es ihm ankreiden.

Was uns von diesem kurzen Besuch geblieben ist: der Kaminofen und das Tor. Zwei Details, die auf keinem Prospektbild groß herausgestellt werden und trotzdem den Unterschied machen.

K

Katharina

Eine knappe halbe Stunde im Park, abends in den Dünen — angesehen, nicht übernachtet

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