Nationalpark De Loonse en Drunense Duinen — die Sandwüste hinterm Ferienhaus
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Es gibt in den Niederlanden einen Ort, an dem man mitten im Land steht und bis zum Horizont nichts als Sand sieht. Kein Strand, kein Meer — eine Binnendüne. Der Nationalpark De Loonse en Drunense Duinen ist eines der größten Flugsandgebiete Westeuropas, und er grenzt direkt an das Gelände von Landal Kaatsheuvel.
Das ist keine Marketingnähe, sondern echte Nachbarschaft: Zwischen zwei Ferienhäusern führt ein Sandweg auf ein Tor im Zaun, und dahinter beginnt der Wald des Nationalparks.

Was euch dort erwartet
Wir waren an einem Juniabend dort. Der Weg führt erst durch lichten Eichen- und Kiefernwald, und dann hört der Wald einfach auf. Was folgt, ist eine offene Sandfläche, über die der Wind Rippel zieht wie an einem Strand bei Ebbe — nur dass ringsum Bäume stehen und kein Wasser in Sicht ist.

Am Rand der Sandflächen stehen alte Eichen, deren Wurzeln der Wind freigelegt hat — sie greifen wie Krallen aus dem Sandhang. Für Kinder ist das eine Kletterlandschaft, für Erwachsene ein Motiv, das man so in Mitteleuropa selten bekommt.

Der Sand ist tief und weich. Wer mit Kinderwagen kommt, kommt nicht weit — die letzten Meter bis zur offenen Fläche sind mit Buggy zwar noch machbar, im Sand selbst hört es auf. Eine Kraxe ist hier das bessere Transportmittel.
Der Einstieg am Roestelberg
Der bekannteste Zugang ist der Roestelberg — der Punkt, an dem eine breite Sandfläche direkt an den Waldrand stößt. Ein langes braunes Schild markiert die Grenze des Nationalparks, daneben stehen eine Infotafel mit Karte und ein paar Sitzbänke.

Die Gesichter fremder Besucher auf diesem Foto haben wir unkenntlich gemacht.
Die Sandfläche steigt von hier leicht an, und genau dieser Hang ist der Grund, warum am Roestelberg immer Kinder unterwegs sind: Man kann ihn hochrennen und wieder runterrollen, ohne dass jemand etwas dagegen hat.

Ein gelbes Schild weist auf eine Loslooproute hin, die zwanzig Meter weiter beginnt — dort dürfen Hunde frei laufen. Außerhalb dieser Route gilt im Nationalpark Leinenpflicht.
Was ihr mitnehmen solltet
- Feste Schuhe oder gar keine. Tiefer Sand läuft in jeden Halbschuh. Viele Niederländer gehen hier barfuß, und das ist tatsächlich die angenehmste Variante.
- Wasser. Auf der offenen Fläche gibt es keinen Schatten und keine Einkehr.
- Sonnenschutz. Der helle Sand reflektiert, das unterschätzt man an einem bewölkten Tag.
- Am besten morgens oder abends. Mittags steht die Hitze über dem Sand, abends wird das Licht weich und die Fläche leer.
Für welches Alter lohnt sich das?
Am meisten haben hier Kinder ab etwa vier Jahren, die selbst laufen und den Hang hochkraxeln können. Kleinkinder finden den Sand auch großartig, kommen aber nicht weit — plant dann eine kurze Runde statt einer Wanderung.
Für Jugendliche und Erwachsene ist es eine Landschaft, die man nicht erwartet hat. Wer nur wegen der Efteling nach Kaatsheuvel fährt und dann eine Stunde in den Dünen steht, nimmt am Ende oft diese Stunde als Erinnerung mit.
Fazit
Der Nationalpark ist der eigentliche Grund, Landal Kaatsheuvel einem beliebigen Ferienpark in der Efteling-Gegend vorzuziehen. Ein Freizeitpark steht überall; eine Sandwüste hinter dem Gartentor gibt es genau hier.
Fragt bei der Buchung nach einer Unterkunft in Parkrandlage — das Tor liegt an einer Seite des Geländes, und wer dort wohnt, steht in zwei Minuten im Wald statt nach einem Umweg quer über den Park.
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