Lake Resort Beekse Bergen: Unser Rundgang übers Gelände
Vorweg, damit es keine Missverständnisse gibt: Wir haben hier nicht übernachtet. Wir waren im Juni 2025 einen Nachmittag auf dem Gelände, sind zwischen den Unterkünften herumgelaufen, haben in offene Safari-Zelte geschaut und uns das Ufer angesehen. Was hier steht, ist also ein Rundgang — kein Aufenthaltsbericht. Eine Bewertung mit Sternen bekommt diese Seite deshalb nicht; die wäre nach einem Nachmittag nicht ehrlich.
Was ein Rundgang trotzdem kann: zeigen, wie ein Park tatsächlich aussieht, wenn man ohne Prospekt danebensteht. Genau dafür sind wir hingefahren — wir kamen vom Speelland und wollten wissen, ob das Lake Resort die günstigere Alternative zum Safari Resort ist oder nur die abgespeckte.

Der See ist das eigentliche Argument
Das Beeksebergse Meer ist größer, als wir erwartet hatten, und es ist offenes Wasser — kein verschilfter Weiher, sondern ein Badesee, an dessen gegenüberliegendem Ufer man den Strand des Speelland liegen sieht. Von den ufernahen Unterkünften aus schaut man also nicht auf eine Hecke, sondern über einen Kilometer Wasser.
Das ist der Punkt, an dem sich Lake Resort und Safari Resort wirklich unterscheiden. Im Safari Resort ist die Aussicht das Gehege, hier ist sie das Wasser. Beides ist besonders — aber nur eines davon kostet Aufpreis.
Die Lodges tragen Tiermuster — und zwar zwei verschiedene
Wir waren darauf eingestellt, Giraffen-Fassaden zu sehen, weil die auf allen Bildern auftauchen. Tatsächlich gibt es zwei Muster: die dunkelbraun-ockerfarbenen Giraffen-Lodges und daneben, im waldigeren Teil, Zebra-Häuser in Schwarz-Weiß. Beide sind nicht dezent, und das ist offensichtlich Absicht. Kinder finden es großartig, dass ihr Haus ein Tier ist.

Die Bauform darunter ist bodenständiger, als die Bemalung vermuten lässt: schlichte Bungalows mit Ziegel-Walmdach und großer Glasfront, davor eine Terrasse. Kein Designobjekt, sondern ein solides niederländisches Ferienhaus mit einem Anstrich, der es zum Erlebnis macht.

Zäune: bitte genau hinschauen beim Buchen
Das ist die Beobachtung, wegen der sich der Rundgang gelohnt hat. Manche Terrassen sind eingezäunt, andere nicht — und zwar nicht nach System, sondern je nach Haus.
Bei den Bungalows im Wald steht ein Netzzaun mit Holztor um die Terrasse, bei einer der Giraffen-Lodges am Ufer ebenfalls. Ein paar Häuser weiter läuft die Wiese aber ohne jede Absperrung ins Wasser: Picknicktisch, Gras, Ufer, See. Für Grundschulkinder ist das die schönere Variante. Mit einem Zwei- oder Dreijährigen, der losrennt, sobald man den Kaffee abstellt, wäre uns dabei nicht wohl gewesen.

Konkret heißt das: Wenn ihr mit Kleinkind bucht, fragt vorher nach einer Unterkunft mit eingezäunter Terrasse — oder nehmt bewusst eine in zweiter Reihe. Der Seeblick ist schön, aber nicht schön genug, um eine Woche lang in Habachtstellung zu sitzen.
Die Safari-Zelte sind mehr Haus als Zelt
Am meisten überrascht haben uns die Safari-Zelte. Von außen sind es echte Zelte: Segeltuchwände, Zeltdach, Holzpfosten, direkt unter Birken am Wasser aufgestellt.

Innen ist davon wenig übrig. Es gibt einen dunklen Holzboden, eine richtige Küchenzeile mit Spüle, Gasherd, Kühlschrank, Kaffeemaschine und Wasserkocher, einen langen Esstisch mit Bänken — und einen Fernseher. Wer „Zelt" hört und an Isomatte denkt, liegt hier komplett daneben.


Auch der Schlafbereich ist durchdacht: ein Elternzimmer mit Doppelbett, dahinter durch eine Holzwand abgetrennt ein Etagenbett für die Kinder. Zwei getrennte Räume in einem Zelt — das ist genau der Punkt, an dem Glamping für Familien funktioniert und normales Camping nicht.

Was wir nicht beurteilen können: wie es sich darin bei Regen und bei 12 Grad anfühlt. Wir waren an einem warmen Junitag da. Segeltuch ist Segeltuch.
Das Gelände ist weitläufig — nehmt Räder mit
Zwischen den Häusergruppen liegen große, offene Wiesen mit alten Bäumen. Das ist angenehm ruhig und sieht schön aus, hat aber eine praktische Konsequenz: Die Wege sind länger, als ein Blick auf den Lageplan vermuten lässt.

Packt Laufrad, Roller oder Fahrräder ein. Vom Haus zum Restaurant, zum Speelland und zurück — das summiert sich, und ein Kind, das die Strecke laufen muss, ist am dritten Tag nicht mehr begeistert.
Der Spielplatz am Wasser
Direkt am Ufer steht ein Spielplatz aus Naturholz auf Sand: ein Turm mit Rutsche, Klettergerüst, Strickleiter, daneben eine Betonplatte für Tischtennis. Kein Riesending, aber gut platziert — die Erwachsenen sitzen mit Blick aufs Wasser, die Kinder sind in Sichtweite.

Die Indoor-Scheune war die Überraschung
Womit wir nicht gerechnet hatten: Das Lake Resort hat eine eigene überdachte Spielhalle auf dem Gelände. In den Beschreibungen taucht meist nur das Speelland als Regen-Adresse auf — dabei steht die hier, keine zwei Minuten von den Lodges entfernt.
Und sie ist gut. Mehrstöckige Holztürme mit kleinen Hütten, Kletternetze über zwei Ebenen, eine breite Metallrutsche, dazu Sandboden statt der üblichen Gummimatten. Dunkles Altholz, Petrolgrün, echte Palmen — dieselbe Handschrift wie draußen, nicht der bunte Plastikparcours, den man in Ferienparks sonst bekommt.

Die Gesichter auf diesem Foto haben wir unkenntlich gemacht — es waren fremde Familien im Bild, und die haben uns nicht gefragt, ob sie auf unserer Website landen wollen.
An einem warmen Junitag war die Halle gut besucht. Was das bei Dauerregen in den Herbstferien bedeutet, könnt ihr euch ausrechnen: Dann ist sie vermutlich voll, und das Speelland nebenan ist die bessere Adresse für einen ganzen Nachmittag.
Was wir nach dem Nachmittag denken
Das Lake Resort ist nicht die Sparversion des Safari Resort, sondern ein anderer Park mit einem anderen Argument. Dort sind es die Tiere vor der Terrasse, hier ist es der See — und weil der AttractiePas in beiden Buchungen steckt, bekommt ihr den Safaripark so oder so.
Wer also nicht ausdrücklich das Frühstück mit Giraffenblick will, zahlt im Safari Resort für etwas, das man auch als Tagesbesucher haben kann. Das ist die Rechnung, die wir nach diesem Nachmittag aufmachen würden.
Was wir euch nicht sagen können, weil wir nicht geblieben sind: wie laut es abends ist, wie das Restaurant kocht, wie sauber die Häuser bei der Anreise sind und ob das Hallenbad für einen Regentag reicht. Die Einschätzungen dazu stehen auf der Parkseite — aber sie stammen aus Gästebewertungen, nicht aus unserer eigenen Nacht.
Katharina
Ein Nachmittag am Beeksebergse Meer — angesehen, nicht übernachtet
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Wir waren im Juni 2025 selbst dort.