Landal Hochwald Erfahrungsbericht: Indoor-Spielparadies stark, Stausee enttäuscht
Bewertung im Detail
Über den Besuch
Wir (2 Erwachsene, der Große (7), der Kleine (~1,5)) waren am 14.05.2026 als Tagesausflug im Landal Hochwald. Das war ein Baustein unserer Mosel-Saar-Hunsrück-Landal-Tour - einen Tag vorher hatten wir den Sonnenberg besucht, im Anschluss ging es zum Warsberg für eine ganze Woche. Der Hochwald sollte zeigen, was er im Vergleich kann. Das Wetter war wechselhaft, mit Schauer-Phasen und kurzen sonnigen Abschnitten - also genau die Bedingungen, unter denen man sieht, ob ein Park für jedes Wetter etwas zu bieten hat.

Kurz vorab: Der Hochwald hat ein Haupt-Highlight - das Indoor-Spielparadies. Wer dafür kommt, wird nicht enttäuscht. Wer einen Badesee am Park erwartet, schon.
Das hat uns gefallen
1. Das Indoor-Spielparadies: groß, vielseitig, eigene Liga
Direkt nach dem Check-in im Hauptgebäude sind wir ins Indoor-Spielparadies. Erster Eindruck: Das ist keine Mini-Halle, sondern eine richtige Spielwelt - auf dem Niveau, das wir am Vortag im Sonnenberg gesehen haben, vielleicht sogar einen Tick größer.

Das Herzstück ist ein mehrstöckiges Klettergerüst mit Tunneln, Hindernissen und mehreren Rutschen, die wieder runter in den Hauptbereich führen. Der Große hat sich die orangefarbene Hochgeschwindigkeits-Rutsche zur Lebensaufgabe gemacht und ist sicher 20 Mal runter, bis ihm endlich warm wurde.


Was im Hochwald besser gelöst ist als in vielen anderen Indoor-Spielplätzen: Es gibt mehrere klar abgegrenzte Themen-Bereiche statt einer großen Spielfläche. Eine kleine Indoor-Fußball-Arena für die ballverrückten Kinder, eine digitale Multifunktions-Wand mit Spielen (eine größere Variante als die Bollo-Multifunktionswand im Sonnenberg), und ein Bällebad mit Klettergerüst kombiniert für die etwas kleineren Kinder.



Eine echte Überraschung: Es gibt eine kleine Trampolin-Halle, die im Preis inkludiert ist. Drei oder vier nebeneinander liegende Trampolin-Felder, weiche Wände - nichts Riesiges, aber genug, dass der Große hier ein zweites Mal die Energie loswerden konnte, als die Hochgeschwindigkeits-Rutsche zu langweilig wurde.

Was im Hochwald noch besser ist als im Sonnenberg: die Sitzbereiche. Es gibt deutlich mehr Tische und Stühle, breit verteilt, mit Übersicht in die Hauptspielbereiche. An einem verregneten Tag wie unserem war es trotzdem voll - aber wir haben einen Tisch bekommen, ohne zu suchen.

Unser Tipp: Wer mit kleineren Kindern kommt, kann hier locker einen halben Tag verbringen. Sockenpflicht, also ABS-Socken einpacken.
2. Das Restaurant: Bedienungsroboter und Essen besser als erwartet
Wir hatten ehrlich gesagt niedrige Erwartungen ans Restaurant. Nach dem nüchternen Mittagessen im Mont Royal vor ein paar Monaten waren wir auf solide Ferienpark-Hausmannskost eingestellt - Schnitzel, Pommes, Currywurst. Was wir bekommen haben, hat uns positiv überrascht.

Erstens: das Interieur. Das Restaurant ist innen viel ansprechender, als man von außen denkt - modern eingerichtet, mit Holz und warmen Tönen, freundliche Beleuchtung. Wir haben einen Platz am Fenster mit Blick auf die Terrasse bekommen.
Zweitens: der Bedienungsroboter. In der Mitte des Saals fährt ein kleiner Roboter mit Stockwerk-Tablett zwischen den Tischen herum und bringt die Bestellungen direkt zum Tisch. Das ist kein Gag - das System funktioniert wirklich, und der Kleine hat während des ganzen Mittagessens dem Roboter mit offenem Mund hinterhergeschaut.

Drittens und am wichtigsten: das Essen. Wir hatten einen Burger und ein Schnitzel mit Pommes - beides war ordentliche Restaurant-Qualität, kein „Ferienpark-Niveau, weil keiner schaut". Der Burger hatte ein echtes Patty, das Schnitzel war frisch paniert und nicht aus der Tiefkühltruhe.



Wer kein Geld fürs Restaurant ausgeben will, kann auch Take-away holen - die Speisekarte für unterwegs hängt direkt am Eingang aus, mit aktuellen Preisen für Pizza, Pasta und Familien-Pakete.

Im Sommer gibt es zusätzlich die Außenterrasse mit Blick auf den Park. Wir haben sie nur kurz inspiziert, weil das Wetter nicht mitgemacht hat - aber bei Sonne ist das vermutlich der schönste Sitzplatz im ganzen Park.

Fazit Restaurant: Klar besser als im Mont Royal, etwa auf Sonnenberg-Niveau, das Roboter-Gimmick ist als Familien-Highlight eine Klasse für sich.
3. Außenanlagen: Sprungkissen, Wasserspielplatz und ein Bach
Sobald der Regen aufhörte, sind wir mit den Jungs raus. Der Hochwald hat ein paar nette Outdoor-Spots, die wir kurz inspiziert haben.
Das Sprungkissen ist das klassische Landal-Element - eine große aufblasbare Matratze, auf der die Kinder springen können bis die Beine müde sind. Der Große hat fünfzehn Minuten lang nur Saltos versucht.

Etwas weiter im Park gibt es einen Wasserspielplatz - Pumpen, Rinnen, kleine Becken zum Stauen. Im Mai war es noch zu kalt zum Wirklich-Nass-Werden, aber im Sommer ist das vermutlich ein echter Tagesfüller.

Am unteren Ende des Parks fließt ein kleiner Bach, an dem man entlanglaufen kann. Schöner Spaziergang-Pfad mit Brücken und Steinen zum Drüberhüpfen - für Kinder, die gerne in Wasser stochern, ein eigenes kleines Abenteuer.

4. Solide Unterkunfts-Auswahl mit Ranger-Haus und Hundefreundlich
Wir haben den Park einmal umrundet, um die verschiedenen Unterkunfts-Bereiche anzusehen. Was uns gut gefallen hat: Die Häuser sind nicht alle gleich - es gibt eine spürbare Bandbreite von einfacher Komfort-Bungalow bis Luxus-Ferienhaus mit Seeblick für 8-10 Personen.

Besonders gut: Es gibt einen eigenen Bereich mit Komfort-Hundeferienhäusern im Nur-Dach-Format. Die haben eine kleine eingezäunte Veranda - wer mit Hund reist und nicht ständig die Leine in der Hand haben will, hat hier einen klaren Vorteil.

Das eigentliche Themen-Highlight für Familien mit Kindern ist im Hochwald aber das Ranger-Ferienhaus: Wald-Ranger-Optik, kindgerechte Einrichtung, klar abgesetzt vom Rest. Das frühere Bollo-Haus ist nicht mehr buchbar - wer also auf der Suche nach dem Landal-Maskottchen ist, muss in einen anderen Park ausweichen. Im Hochwald hat der Ranger die Rolle übernommen.
Mehr Details zu allen Unterkunftskategorien findest du in unserer Unterkünfte-Übersicht.
Das hat uns nicht gefallen
1. Der Stausee ist kein Badesee
Das ist die größte Enttäuschung des Hochwald - und der Punkt, bei dem wir ehrlich finden, dass Landal in der Außenkommunikation klarer sein könnte. Auf der offiziellen Park-Beschreibung steht „Lage am Stausee", und auf den Bildern wirkt es so, als könnten Familien dort baden gehen. Tatsächlich ist der Stausee aber kein Badesee - das Schwimmen ist nicht erlaubt.

Das ändert die Park-Wertung deutlich. Wer mit dem Plan kommt, im Sommer am See zu baden, wird enttäuscht - dafür muss man dann doch ins Hallenbad oder auswärts (z.B. ins Stadtbad oder einen anderen See in der Region).
2. Hallenbad ist kompakt - und das Wasser war ehrlich gesagt kalt
Das Hallenbad ist okay, aber nicht das, was wir vom Sonnenberg gewohnt waren. Es gibt ein etwas größeres Hauptbecken und einen Whirlpool, das war's im Kern. Kein separates Kinderbecken in eigenem Raum, keine richtige Rutsche, keine Erlebnis-Elemente.


Zwei Detail-Punkte, die wir vor Ort gemerkt haben:
- Das Wasser war deutlich kälter als wir es aus anderen Landal-Bädern gewohnt sind. Der Kleine hat nach zehn Minuten zu zittern angefangen, der Große hat von selbst rausgewollt - das ist im Aelderholt oder Sonnenberg nicht passiert. Wer empfindliche Kinder hat, sollte das einplanen.
- Das Bad ist nur für Parkgäste geöffnet, nicht für Tagesgäste. Bei der geringen Beckenfläche ist das nachvollziehbar - mehr Leute würden das Hauptbecken sofort überfüllen. Heißt aber auch: Wer den Hochwald nur als Tagestrip einplant (wie wir), kann das Hallenbad gleich von der Liste streichen.
Im Vergleich: Das Hallenbad im Sonnenberg ist deutlich größer und vielseitiger - bleibt aber im Landal-Vergleich ein „besseres Hallenbad", kein echtes Erlebnisbad. Wer im Bad das Hauptprogramm sucht, ist im Sonnenberg oder im Warsberg (ähnliches Niveau, neue NXT-LVL-Halle daneben) klar besser aufgehoben. Im Hochwald ist das Hallenbad eher das „Wenn-mal-Zeit-ist"-Programm - das Hauptangebot ist eindeutig das Indoor-Spielparadies.
3. Einige Bungalows sind sichtbar älter
Wir haben den Park einmal komplett zu Fuß abgelaufen. Die einfachen Komfort-Bungalows am See sehen von außen klar älter aus - Fassade etwas in die Jahre gekommen, Vorgarten nicht überall gepflegt. Wer dort bucht, sollte nicht das Hochglanz-Renderfoto aus dem Buchungsprospekt erwarten.

Wer mehr Komfort und einen frischeren Eindruck will, sollte in die Komfort-Ferienhäuser für 4-6 Personen oder die Luxus-Ferienhäuser für 8-10 Personen wechseln - die wirken deutlich moderner.


Der Vergleich im Mosel-Saar-Hunsrück-Landal-Quartett
Nach unserer kompletten Mai-Tour sehen wir die vier Landal-Parks in der Region klar - und zwar als Quartett, nicht als Trio. Drei laufen in der Familien-Wertung, einer außerhalb:
- Landal Sonnenberg - Platz 1. Bestes Hallenbad der Region (immer noch kein Erlebnisbad, aber das beste „bessere Hallenbad"), starkes Indoor-Spielparadies, Tiergehege und Kletterpark als Extra-Plus
- Landal Hochwald - Platz 2. Bestes Indoor-Spielparadies seiner Klasse (mit inkludierter Trampolin-Halle), ordentliches Restaurant - aber Stausee ist nicht zum Baden, Hallenbad bleibt kompakt und kalt
- Landal Warsberg - Platz 3. Sommerrodelbahn als Alleinstellungsmerkmal, neue NXT-LVL-Halle, Saarburg im Tal als schönster Urlaubsort - aber starker Camping-Charakter, parkeigene Gastronomie eher schwach
- Landal Mont Royal - außerhalb der Familien-Wertung. Mont Royal ist eher ein Erwachsenen-/Paar-Park mit nur wenig für Kinder, hat aber die mit Abstand schönsten Ferienhäuser im ganzen Quartett. Eine eigenständige Park-Seite mit unserem Eindruck folgt - aktuell ist Mont Royal in der Pipeline noch nicht verarbeitet.
Im Landal-Deutschland-Vergleich insgesamt ist der Hochwald solides oberes Mittelfeld - kein Aelderholt-Niveau wie der Sonnenberg, aber deutlich besser als die kleinen Landals ohne Indoor-Halle.
Fazit
Dreieinhalb von fünf Punkten. Der Hochwald hat ein wirklich starkes Indoor-Spielparadies, ein überraschend gutes Restaurant und eine breite Unterkunfts-Palette inklusive der seltenen Hundeferienhäuser mit Zaun. Die Schwächen sind klar: Der Stausee ist kein Badesee - das muss man wissen - und das Hallenbad bleibt kompakt.
Für wen? Familien mit Kindern zwischen 2 und 10 Jahren, die einen Indoor-orientierten Kurzurlaub im Hunsrück suchen und keinen Erlebnisbad-Park brauchen. Wer einen Hund mitbringt, bekommt hier eine der besseren Landal-Lösungen.
Würden wir wiederkommen? Ja - aber wahrscheinlich nicht im Hochsommer, sondern eher in der Herbst-Schlechtwetter-Saison, wenn das Indoor-Spielparadies seine Stärken voll ausspielt. Für einen Sommerurlaub mit Badesee-Idee würden wir umplanen oder gleich in den Sonnenberg ausweichen, der näher am Freibad Leiwen liegt.
Familie Schneider
Ein Tag im Hunsrück: Wo der Indoor-Spielplatz besser ist als das Bad - und der See nicht das, was draufsteht
Familie mit 2 Kindern
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