Center Parcs De Eemhof Erfahrungsbericht – Ostern im Safari-Zelt
Bewertung im Detail
Inhaltsverzeichnis
Über den Besuch
Center Parcs De Eemhof über Ostern – das war der Plan. Nur: Der Park war komplett ausgebucht. Kein Ferienhaus mehr zu kriegen, egal in welcher Kategorie. Also haben wir uns die Alternative angeguckt und eines der Safari-Zelte auf dem Campingplatz im Hafenbereich gebucht. Die Zelte kann man nicht über Center Parcs direkt buchen, sondern nur über die Campingplatz-Seite. Und ja, wir haben im Zelt über Ostern geschlafen. Mit einem Siebenjährigen und einem Zweijährigen.
Das Safari-Zelt am Hafen
Die Safari-Zelte sind groß – richtig groß. Sechs Personen passen rein, mit zwei Stockbetten und einem Doppelbett für die Eltern. Jedes Bett hat eine Heizmatratze, und im Zelt steht ein kleiner Heizstrahler. Über Ostern waren die Nächte frisch, aber kalt war uns nie. Die Heizmatten machen den Unterschied.
Zur Ausstattung: Gaskocher, ein großer Grill, eine eigene Nasszelle und eine gemütliche Sitzecke – drinnen und draußen. Für ein Zelt ist das absolut ordentlich. Kein Vergleich zu einem VIP-Ferienhaus, klar. Aber für ein verlängertes Wochenende hat es funktioniert.
Das Beste am Zelt war die Lage. Direkt am Hafen, Blick auf die Boote und aufs Eemmeer. Morgens mit Kaffee vor dem Zelt sitzen und den Booten zugucken – da hat das Camping-Feeling richtig gut gepasst.


Aber: Vom Zelteingang sind es ungefähr 50 Meter bis zur Wasserkante. Kein Zaun, kein Absperrung. Mit dem Kleinen mussten wir permanent aufpassen, dass er nicht alleine rauswieselt. Wer Kinder hat, die noch nicht zuverlässig hören, muss hier wirklich wachsam sein.
Das hat uns gefallen
1. Der Hafen – Marina-Feeling pur
Der Hafenbereich war schon bei unserem ersten Besuch ein Pluspunkt, aber diesmal haben wir dort gewohnt und den Bereich viel intensiver erlebt. Die Boote, die ständig rein- und rausfahren, das Wasser, die Marina-Atmosphäre – der Große konnte stundenlang zugucken. Der Kleine auch, wobei man den halt festhalten musste.
Für uns war der Hafen das absolute Highlight des Aufenthalts. Nicht das Aqua Mundo, nicht der Spielplatz – sondern einfach dieses entspannte Marina-Ambiente, das man in einem Ferienpark nicht erwartet.

2. Die Action Factory – Bis Mitternacht geöffnet
Die Action Factory kennen wir schon vom letzten Mal, aber diesmal haben wir sie komplett anders genutzt. Wir waren hauptsächlich abends da. Und der Trick: Die Action Factory hat bis Mitternacht geöffnet. Das ist unfassbar praktisch.
Die Kinder spielen in den Klettergerüsten und auf der Riesenrutsche, und wir sitzen im Café, trinken was und schauen zu. Um 22 Uhr sind die meisten anderen Familien schon weg, die Kinder haben die Spielelemente fast für sich allein. Irgendwann gegen 23 Uhr fallen sie von alleine um, man packt sie ein und geht direkt ins Bett. Kein Geschrei, kein "Ich will noch nicht schlafen" – weil sie einfach platt sind.
3. Shows und Mitmach-Programm
Wir haben dieses Mal deutlich mehr vom Unterhaltungsprogramm mitgenommen als beim ersten Besuch. Family Quiz Night – hat richtig Spaß gemacht, auch für die Erwachsenen. Crazy Bingo – laut, chaotisch, lustig. Und Kids Bingo mit Orry für den Großen, der sich da total reingesteigert hat. Die Shows in der Action Factory waren ordentlich gemacht, nicht dieses peinliche Animationsprogramm, das man aus manchen Ferienparks kennt.
4. Family Kitchen – Der Spielbereich mit den Traktoren
Im Buffet-Restaurant – jetzt Family Kitchen – gibt es einen kleinen Spielbereich mit Traktoren. Klingt unspektakulär, war aber unser Geheimtipp für den gesamten Aufenthalt. Die Kinder treffen sich dort, spielen zusammen, und die Eltern können in Ruhe essen. Eine Stunde, manchmal zwei, ohne dass jemand quengelt oder unter dem Tisch verschwindet. Wer mit kleinen Kindern abends essen gehen will, ohne Stress: Family Kitchen, Tisch in Sichtweite zum Spielbereich.
Das hat uns nicht gefallen
1. Aqua Mundo – Über Ostern eine Katastrophe
Wir kennen das Aqua Mundo im De Eemhof und wissen, dass es voll wird. Aber über Ostern war es nochmal eine andere Liga. Der Park war komplett ausgebucht, und gefühlt waren alle gleichzeitig im Schwimmbad. Die Rutschen hatten lange Warteschlangen, im Kinderbecken war kaum Platz, und an den FlowRider war gar nicht zu denken – wobei wir den zumindest ausgiebig vom Rand aus beobachtet haben.
Unser Tipp bleibt der gleiche wie beim letzten Mal: Nutzt die Randzeiten. Abends nach 18 Uhr oder morgens direkt zur Öffnung. Über Ostern und in den Schulferien ist das Aqua Mundo tagsüber einfach zu voll, um Spaß zu haben.
2. Das Da Nonna – Zu teuer für das Gebotene
Center Parcs rollt gerade ein neues Gastronomiekonzept aus. Das alte Nona's heißt jetzt Da Nonna, die Family Kitchen (Buffet) und das Café wurden ebenfalls umgestellt. Die Idee ist gut, die Umsetzung beim Da Nonna überzeugt uns bis auf den Preis.
Eine Schinkenpizza kostet 21,50 €. Das ist nochmal gut 10 % mehr als im da Nonna in De Vossemeren – und dort hat uns das Preis-Leistungs-Verhältnis schon nicht vom Hocker gehauen. Für eine Familienpizza-Runde zu viert bist du schnell bei 80 bis 90 Euro. Das ist Center-Parcs-typisch, aber es nervt trotzdem.
Unser Geheimtipp: der Beach Club. Da kann man tatsächlich ganz ordentlich essen, und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist das beste im ganzen Park. Nicht jedes Gericht ist ein Treffer – vorher die Karte anschauen und im Zweifel bei den Klassikern bleiben. Und: Es gibt dort richtig guten Siebträgerkaffee. Wer nach dem Center-Parcs-Standardkaffee mal was Vernünftiges trinken will, geht in den Beach Club.


3. Spielbereich im Café – Wegrenoviert
Beim letzten Besuch gab es im Café am Market Square noch eine kleine Spielecke. Die ist jetzt weg – der Umbau auf das neue Konzept hat sie geschluckt. Schade, denn die war praktisch für einen schnellen Kaffee mit Kindern. Ohne Spielecke saßen wir dort nicht mehr.
4. Das Safari-Zelt und die Wasserkante
Ich hab es oben schon geschrieben, aber es ist wichtig genug für die Kritik-Liste: 50 Meter vom Zelt bis zum offenen Wasser, kein Zaun dazwischen. Mit dem Kleinen war das die ganze Zeit im Hinterkopf. Schön ist die Lage trotzdem – man muss es nur wissen und entsprechend aufpassen.

Safari-Zelt vs. Ferienhaus – Lohnt sich das?
Wenn ihr die Wahl habt: bucht ein Ferienhaus. Die Safari-Zelte sind eine brauchbare Notlösung, wenn der Park ausgebucht ist, und für Camping-Fans sicher reizvoll. Aber der Komfort eines Center-Parcs-Ferienhauses fehlt halt. Keine richtige Küche, kein geschlossenes Bad, und mit Kleinkind muss man wegen der Wassernähe ständig aufpassen.
Wenn ihr gezielt ein Safari-Zelt buchen wollt: Die Buchung läuft über die Campingplatz-Seite, nicht über Center Parcs. Man hat trotzdem Zugang zu allen Einrichtungen – Aqua Mundo, Action Factory, Restaurants, alles dabei.
Fazit
Zweiter Besuch, gleiches Urteil – mit neuem Blickwinkel
Der De Eemhof bekommt von uns wieder 4 von 5 Sternen. Die Stärken sind die gleichen wie beim letzten Mal: ein erstklassiges Aqua Mundo (wenn man die Stoßzeiten meidet), eine fantastische Action Factory und ein Hafenbereich, der für sich allein schon einen Besuch wert ist.
Was sich verändert hat: Das neue Gastronomiekonzept mit Da Nonna und Family Kitchen ist noch nicht überall überzeugend. Die Preise sind gestiegen, der Spielbereich im Café ist weg. Die Family Kitchen mit dem Traktor-Spielbereich war dafür ein echtes Highlight für uns.
Die Action Factory bis Mitternacht – das war unser persönlicher Game-Changer bei diesem Besuch. Kinder auspowern lassen, in Ruhe was trinken, und dann schlafen alle sofort ein. Das werden wir beim nächsten Mal wieder genau so machen.
Würden wir das Safari-Zelt nochmal buchen? Wenn es sein muss, ja. Aber lieber ein Comfort-Ferienhaus oder ein Abenteuer-Ferienhaus in der Nähe der Action Factory. Das Camping-Abenteuer war eine gute Erfahrung – muss aber nicht zur Gewohnheit werden.
Katharina
Ostern im Safari-Zelt am Hafen – wenn Center Parcs ausgebucht ist
Familie mit 2 Kindern
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