Gastronomie im Center Parcs: Vollpension, Halbpension und Buffet im Familien-Test
04.05.2026
Wir gehen im Urlaub gerne ins Center-Parcs-Buffet. Nicht, weil das Essen sensationell ist - das ist es selten. Sondern weil wir nicht kochen, nicht abwaschen und uns gleichzeitig keine Sorgen machen müssen, ob die Kinder zwei Stunden stillsitzen. Im Market Dome steht meistens ein Traktor zum Klettern, eine Schildkröte im Becken oder eine Spielecke direkt neben den Tischen. Der Große verschwindet zwischen Hauptgang und Nachtisch im Spielbereich oder gleich nebenan in der BALUBA, der Kleine spielt am Tisch mit dem Spielzeug aus dem Restaurant - und wir trinken in Ruhe ein zweites Glas Wein. Das ist der Deal.
Was Center Parcs gastronomisch wirklich bietet, ist komplizierter als die Buchungsseite suggeriert. Halbpension hier, Frühstücksbuffet dort, ein Italiener im Allgäu, ein Brunch in Terhills - und in Frankreich sogar Vollpension, von der kaum jemand weiß. Hier kommt unsere Übersicht nach 45+ Aufenthalten: welches Paket es wo gibt, wo sich das lohnt und wo besser nicht.
Gibt es All-Inclusive oder Vollpension bei Center Parcs?
Eine volle Tagesverpflegung gibt es sehr wohl. Sie heißt nur in jedem Land anders und funktioniert unterschiedlich - deshalb liest man so oft, es gäbe sie nicht.
- Deutschland: die Tagesvollverpflegung - Frühstücksbuffet, Mittagessen à la carte, Abendbuffet. In allen deutschen Parks außer Park Bostalsee.
- Frankreich: die Vollpension - in fünf der sieben Parks, und sie gilt in mehreren Restaurants gleichzeitig.
- Niederlande, Belgien, Dänemark: hier ist Halbpension das Maximum, das Mittagessen bleibt eure Sache.
Wie beides genau funktioniert und was es kostet, steht weiter unten im eigenen Abschnitt.
Was es dagegen nicht gibt: ein klassisches All-Inclusive im Türkei-Hotel-Sinn, also eine Getränke-Flatrate für den ganzen Tag oder ein Armband, mit dem alles bezahlt ist. Die Getränke sind fast überall extra. Die einzige Ausnahme ist das Buffet Le Marché in den französischen Parks, das Center Parcs selbst als „All-inclusive-Mahlzeiten inkl. Frühstück, Mittag-, Abendessen & Getränken wie Softdrinks, Bier & Wein" beschreibt - dort gehören Softdrinks, Bier und Wein zu den Mahlzeiten dazu.
Und die dritte Verwechslung: Das Abendbuffet ist ein All-you-can-eat-Buffet. Ihr dürft so oft nachnehmen, wie ihr wollt. Aber es ist eine einzelne Mahlzeit mit Preis, kein Rundum-sorglos-Paket.
Zwei Begriffe, über die viele zusätzlich stolpern, weil Google sie ausspuckt:
- „Küchenpaket" hat mit Essen nichts zu tun. Das ist einfach das Paket, das im Ferienhaus liegt: Geschirrtuch, ein paar Spülmaschinentabs, Spül- und Bodentuch. Mehr nicht.
- „Dinner-Arrangement" ist kein eigenes Produkt. Gemeint ist damit das Abendbuffet oder die Halbpension.
Welche Verpflegungspakete bietet Center Parcs?
- Selbstversorgung ist der Standard. Jedes Ferienhaus hat eine Küche mit Geschirrspüler, Backofen und Herd, meistens einen Kühlschrank mit Gefrierfach. Im Market Dome gibt es einen Supermarkt für die Basics.
- Frühstücksbuffet könnt ihr separat dazubuchen. Im Allgäu, in Les Trois Forêts und im Heijderbos haben wir das ein paarmal genutzt: Brötchen, Aufschnitt, Rührei, Müsli, Obst. Das ist das einzige Paket, das es in wirklich jedem Park gibt - sogar in Terhills, das sonst keinerlei Pension anbietet.
- Abendbuffet einzeln, ohne Frühstück. Praktisch, wenn ihr nur an zwei von sieben Abenden nicht kochen wollt. Gibt es in Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Dänemark - in den französischen Parks nicht.
- Halbpension kombiniert Frühstück und Abendessen. Das ist die häufigste Variante und in fast jedem Park buchbar.
- Tagesvollverpflegung / Vollpension deckt alle drei Mahlzeiten ab. Gibt es in den deutschen und den französischen Parks - Details im nächsten Abschnitt.
- À-la-carte-Restaurants hat fast jeder Park zusätzlich: Italiener, Grill, Café, Pommes-Imbiss. Ob sie im Paket stecken, hängt am Land - und genau da liegt der Denkfehler, der die meisten Familien überrascht.
- Extra-Arrangements gibt es in den umgebauten Parks: De Eemhof und Erperheide haben ein À-la-carte-Arrangement und ein zweitägiges Pizza-&-Pasta-Arrangement, Nordborg Resort und Park Bostalsee sogar eine „Halbpension à la carte" plus Grill-Arrangement. Wer das Buffet leid ist, aber trotzdem vorab bezahlen will, findet dort die interessantesten Optionen.
Der Unterschied, den kaum jemand kennt: Die reine Halbpension gilt fast überall nur im Buffet-Restaurant. Der Italiener, der Grill, die Snackbar - alles extra. Erst die Tagesvollverpflegung (Deutschland) beziehungsweise die Vollpension (Frankreich) öffnet euch die anderen Lokale. In Les Trois Forêts gilt die Pension im Buffet Le Marché, aber genauso beim Italiener Il Giardino, in der Crêperie Suzette, im Cocoon Bistrot und sogar am Quick im Aqua Mundo. In Bispinger Heide löst ihr das Mittagessen im Brauhaus, im Pfannkuchenhaus, am Burger-Stand oder im Aqua Café ein.
Die Frage, die ihr euch vorab stellen solltet: Wie viele Abende wollt ihr wirklich essen gehen? Wir buchen Halbpension nur, wenn das Buffet im konkreten Park gut ist - im Allgäu zum Beispiel, oder im Heijderbos. In Bostalsee oder Zandvoort kochen wir lieber selbst und gehen einmal in der Woche extern essen.
Vollpension: wo es sie gibt und was sie kostet
Wer eine Woche lang gar nicht kochen will, hat zwei Optionen - je nachdem, in welches Land ihr fahrt.
Deutschland: die Tagesvollverpflegung
Auf manchen Park-Seiten heißt sie auch „All-Inclusive-Arrangement" oder schlicht „Vollpension" - gemeint ist immer dasselbe: Frühstücksbuffet, Mittagessen à la carte, Abendbuffet.
Der Clou steckt im Mittagessen. Es ist bewusst nicht ans Buffet gebunden - ihr esst dort, wo ihr gerade seid: im Aqua Café nach dem Schwimmen, am Pommes-Stand zwischendurch, im Brauhaus, im Pfannkuchenhaus oder beim Italiener, wenn ihr mehr Zeit habt. Genau das macht das Paket im Alltag mit Kindern brauchbar: Ihr müsst mittags nicht quer durch den Park zum Market Dome latschen, nur weil ihr bezahlt habt.
Im Park Allgäu haben wir dafür rund 70 Euro pro Erwachsener und Nacht gezahlt. Je nach Park und Saison schwankt das. Für eine Familie summiert sich das über eine Woche deutlich - der Gegenwert ist Zeit und Kopffreiheit, nicht Ersparnis.
Buchbar in allen deutschen Parks außer Park Bostalsee.
Frankreich: die Vollpension
Center Parcs beschreibt sie als „ein leckeres Frühstück, ein leichtes und schmackhaftes Mittagessen und jeden Abend ein abwechslungsreiches Abendessen". Buchbar in fünf der sieben französischen Parks: Les Trois Forêts, Le Lac d'Ailette, Les Bois-Francs, Les Hauts de Bruyères und Le Bois aux Daims. Raus fallen Villages Nature Paris und Les Landes de Gascogne - die haben kein Buffet-Restaurant.
Der Unterschied zur deutschen Variante: Die französische Pension gilt in mehreren Restaurants gleichzeitig, das Buffet eingeschlossen. Und in diesen fünf Parks gibt es dafür kein einzeln buchbares Abendbuffet - die Stufen sind Frühstück, Halbpension oder Vollpension.
Lohnt sich das? Rechnet nach, bevor ihr klickt. Der Charme liegt in der Logistik, nicht im Sparen: kein Einkauf, kein Kochen, kein Abwasch, und weil die Pension in mehreren Restaurants gilt, esst ihr nicht jeden Abend dasselbe. Mit kleinen Kindern kann das den Unterschied zwischen Urlaub und Familienmanagement machen. Wer ohnehin gern selbst kocht, zahlt dafür drauf.
Wenn das Buffet geschlossen hat: die Gutschein-Falle
Das ist der Punkt, den wir vor der Buchung gerne gewusst hätten. Das Buffet-Restaurant hat nicht jeden Abend offen. In der Nebensaison ist es uns mehrfach passiert, dass ausgerechnet sonntags zu war - und wir hatten Halbpension beziehungsweise Vollpension gebucht.
Center Parcs lässt euch dann nicht hungern: Ihr bekommt einen Gutschein für ein anderes Restaurant. Der Haken steckt im Detail:
- Der Gutschein gilt für die einfachen Adressen, typischerweise den Italiener. Ein Gutschein für ein besseres Restaurant ist nicht drin - im Le Lac d'Ailette haben wir das erlebt.
- Aus All-you-can-eat wird ein Teller. Am Buffet essen die Kinder, so viel sie wollen. Im Italiener gibt es eine Pizza, und das war's. Genau deswegen waren wir angereist - und genau das fiel weg.
- Getränke können extra werden. Was am Buffet inklusive war, mussten wir à la carte teilweise nochmal bezahlen.
Unterm Strich ist der Gutschein weniger wert als der Buffet-Abend, für den ihr bezahlt habt. Ein echtes Ärgernis ist es nicht - aber eine Enttäuschung, wenn man wegen des Buffets gebucht hat.
Unser Tipp: Fragt beim Check-in direkt nach den Öffnungstagen des Buffet-Restaurants und plant den geschlossenen Abend bewusst ein - als Selbstkoch-Abend oder als den Abend, an dem ihr sowieso in ein Special wolltet. Dann ärgert ihr euch nicht über einen Gutschein, den ihr gar nicht wolltet.
Verpflegung in jedem Center Parcs: die komplette Übersicht
Alle 28 Center Parcs, die wir auf dieser Seite führen - mit dem Namen des Buffet-Restaurants, der Frage, ob Halb- und Vollpension überhaupt buchbar sind, und ob der Park unter die Kinder-gratis-Aktion fällt. Das ist die Tabelle, die wir selbst gerne gehabt hätten, bevor wir das erste Mal Halbpension gebucht haben.
Die Pensions-Spalten haben wir im Juli 2026 Park für Park gegen die offiziellen Center-Parcs-Seiten geprüft. Trotzdem gilt: Center Parcs pflegt diese Angaben selbst uneinheitlich, und die Pakete ändern sich. Vor der Buchung im Warenkorb unter „Essen & Trinken" gegenchecken.
„Volle Verpflegung" heißt in Deutschland Tagesvollverpflegung, in Frankreich Vollpension - der Unterschied steckt im Mittagessen: in Deutschland à la carte in den Lokalen, in Frankreich auch am Buffet.
| Park | Land | Buffet-Restaurant | Halbpension | Volle Verpflegung | Kinder gratis 2026 | Wichtigste À-la-carte-Restaurants |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Park Allgäu | DE | Market Restaurant | ja | ja (Tagesvollverpflegung) | ja | Südstüble, Oachkatzl, Alpenblick, Rocket's |
| Bispinger Heide | DE | Market Restaurant | ja | ja (Tagesvollverpflegung) | ja | Il Giardino, Bispinger Brauhaus, Pfannkuchenhaus |
| Park Bostalsee | DE | Market Restaurant | ja | nein | ja | Market Café & Bistro, Snack Corner, Aqua Café |
| Park Eifel | DE | Market Restaurant | ja | ja (Tagesvollverpflegung) | ja | Market Café, Family Bar, BALUBA Bar |
| Park Hochsauerland | DE | Market Restaurant | ja | ja (Tagesvollverpflegung) | ja | Il Giardino, Harding's Family Grill, Aqua Café |
| Park Nordseeküste | DE | Market Restaurant | ja | ja (Tagesvollverpflegung) | ja | OhJulia, Watt'n Burger, Market Café & Bistro |
| De Eemhof | NL | Family Kitchen | ja | nein | ja | Da Nonna, Brasserie Zuiderzoet, Beach Club |
| De Huttenheugte | NL | Evergreenz | ja | nein | ja | Nonna's, Fuego Adventure Grill, Grand Café |
| De Kempervennen | NL | Evergreenz | ja | nein | ja | Fuego Adventure Grill, Nonna's, Grand Café Central |
| Het Heijderbos | NL | Evergreenz | ja | nein | ja | Fuego Adventure Grill, Nonna's, Pancakes |
| Het Meerdal | NL | Evergreenz | ja | nein | ja | Nonna's, Fuego Adventure Grill, Grand Café |
| Limburgse Peel | NL | The Market Restaurant | ja | nein | nein | The Grill, Grand Café, Frites Affairs |
| Parc Sandur | NL | kein klassisches Buffet (The Grill Company: Grill-Buffet am Tischgrill) | nein | nein | ja | The Beach House, The Grill Company, Central Garden |
| Park Zandvoort | NL | Market Restaurant | ja | nein | ja | The Grill, Grand Café, Grabber Joe's |
| Port Zélande | NL | Evergreenz | ja | nein | ja | Nonna's, The Grill, Eat & See (Surfcenter), Strandclub Zee |
| De Vossemeren | BE | Family Kitchen | ja | nein | ja (kürzeres Zeitfenster) | Fonkeling, Da Nonna, Grand Café Central |
| Parc Erperheide | BE | Family Kitchen | ja | nein | ja (kürzeres Zeitfenster) | Da Nonna, Time Out, Grand Café Central |
| Les Ardennes | BE | Tasty | ja | nein | ja | La Trattoria, Grand Café, Frituur |
| Park De Haan | BE | Tasty | ja | nein | ja | Il Giardino, Grand Café, Frituur |
| Terhills Resort | BE | kein Buffet | nein - nur à la carte | nein | nein | Terland, The Lake House, Beach House |
| Le Bois aux Daims | FR | Le Marché | ja | ja (Vollpension) | ja | Il Giardino, Suzette (Crêperie), Cocoon |
| Le Lac d'Ailette | FR | Le Marché | ja | ja (Vollpension) | ja | Il Giardino, L'Embarcadère, Côté Lac |
| Les Bois-Francs | FR | Jungle Circus | ja | ja (Vollpension) | ja | Il Giardino, Cocoon, Quick |
| Les Hauts de Bruyères | FR | Le Marché | ja | ja (Vollpension) | ja | Il Giardino, Le Bistrot, Factory Café |
| Les Trois Forêts | FR | Le Marché | ja | ja (Vollpension) | ja | Forest Lodge, Il Giardino, Crêperie Suzette |
| Les Landes de Gascogne | FR | kein Buffet | nein - nur à la carte | nein | nein | Le Bistrot du Lot-et-Garonne, Lagon Café, La Cabane |
| Villages Nature Paris | FR | kein Buffet | nein (nur Frühstücksbuffet) | nein | nein | Vapiano, Le Bistrot, Les Délices de la Ferme |
| Nordborg Resort | DK | Market Restaurant | ja | nein | ja | Fratelli Strandcafé, Rocket's, Pandekagehuset |
Was in dieser Tabelle steckt und auf der Buchungsseite untergeht:
Volle Verpflegung gibt es nur in Deutschland und Frankreich. In den niederländischen, belgischen und dänischen Parks ist die Halbpension tatsächlich die höchste Stufe - dort bleibt das Mittagessen immer eure Sache. Und in Deutschland fällt ausgerechnet Park Bostalsee raus: der einzige deutsche Park ohne Tagesvollverpflegung.
Vier Parks haben gar keine Halbpension. Terhills Resort und Les Landes de Gascogne haben kein Buffet-Restaurant - dort geht nur à la carte. Villages Nature Paris hat ebenfalls kein Buffet, dort ist nur ein Frühstücksbuffet buchbar. Und in Parc Sandur gibt es statt des klassischen Market Restaurants ein Grill-Buffet am Tischgrill, aber kein Halbpensions-Paket. Wer in einen dieser vier Parks fährt und fest mit Halbpension plant, plant falsch.
Die fünf französischen Vollpensions-Parks haben im Gegenzug kein einzeln buchbares Abendbuffet. Wer dort nur an zwei Abenden ins Buffet will, muss à la carte zahlen.
In den umgebauten Parks gibt es Extra-Arrangements, die sonst nirgends auftauchen: De Eemhof und Erperheide haben ein À-la-carte-Arrangement und ein zweitägiges Pizza-&-Pasta-Arrangement, De Vossemeren ein dreitägiges À-la-carte-Arrangement, und Nordborg Resort sowie Park Bostalsee bieten sogar eine „Halbpension à la carte" plus Grill-Arrangement an. Wer das Buffet leid ist, aber trotzdem vorab bezahlen will, findet dort die interessantesten Optionen.
Das Buffet heißt nicht überall gleich. In Deutschland und Dänemark „Market Restaurant", in den Niederlanden meist „Evergreenz", in Frankreich „Le Marché", in Belgien „Tasty" - und in den frisch umgebauten Parks „Family Kitchen". Das Konzept dahinter ist dasselbe.
Center Parcs tauscht gerade den Gastronomie-Betreiber aus. Der langjährige Pächter Areas wird schrittweise durch Albron ersetzt. De Vossemeren war der erste Park mit dem neuen Konzept, De Eemhof folgte, Erperheide hat Anfang 2026 komplett umgebaut. Der Rollout läuft bis 2028. Genau das erklärt, warum die Buffet-Qualität in den umgebauten Parks spürbar besser ist - und warum in älteren Blogartikeln (und bis eben auch in diesem hier) noch Restaurantnamen stehen, die es nicht mehr gibt.
Die Restaurant-Typen im Center Parcs
Center Parcs hat in den letzten Jahren viele Restaurants an externe Dienstleister vergeben. Das ist gleichzeitig Erklärung und Problem: Die Qualität schwankt stark, weil sie vom jeweiligen Pächter abhängt - nicht von Center Parcs selbst. In manchen Parks läuft das gut, in anderen kümmert sich der Pächter sichtbar nicht. Das ist auch der Grund, warum eine Pauschalaussage wie "Center Parcs hat gutes/schlechtes Essen" kaum funktioniert.
Das Buffet-Restaurant (Market Dome / Evergreenz)
Das ist das Herz der Center-Parcs-Gastronomie und der Anker der Halbpension. Im Market Dome (so heißt das Zentralgebäude in fast allen Parks) gibt es ein großes Buffet-Restaurant - "Market Restaurant" in den deutschen Parks, "Evergreenz" in den meisten niederländischen wie Port Zélande, "Le Marché" in Frankreich, "Family Kitchen" in den frisch umgebauten Parks. Vom Konzept her überall ähnlich: lange Buffet-Stationen mit Vorspeise, Salat, Hauptgang (Fleisch, Fisch, vegetarisch), Beilagen und einer großen Dessert-Theke. Live-Cooking-Stationen mit Pasta oder Pizza sind in den größeren Parks Standard.

Italiener und Pizzeria
Fast jeder größere Park hat einen Italiener. In den niederländischen Parks heißt er "Nonna's", in den umgebauten "Da Nonna", in Deutschland und Frankreich meistens "Il Giardino". Qualität: solide bis okay, je nach Park. Für einen Familien-Abend mit Kindern reicht es meistens.

Steakhouse / Grill-Restaurant
Hier wird es spannend, weil sich gerade in den belgischen Parks viel verändert hat. Das Fonkeling im De Vossemeren ist seit dem neuen Konzept eine eigene Liga geworden (mehr dazu weiter unten), und das Steak im Terhills Resort ist sowieso das beste, das wir je in einem Center Parcs gegessen haben. In den niederländischen Parks heißt der Grill "Fuego Adventure Grill" oder schlicht "The Grill", in den deutschen ist das Grill-Angebot meistens Teil des Buffet-Restaurants.

Pommes-Stand / Frites Affaire
Belgisch geprägter Snack-Stand mit Pommes als Hauptdarsteller, dazu Frikandel, Bitterballen, Burger. In manchen Parks heißt das "Frites Affaire", in anderen einfach "Snack" oder "Fast Food". Im Het Heijderbos, im Park Hochsauerland und in der Bispinger Heide fanden wir die Pommes solide - und selbst im Park Bostalsee, wo uns das Essen sonst am wenigsten überzeugt hat, waren sie in Ordnung. Für Quengelphasen zwischen Schwimmbad und Abendessen die schnellste Lösung.

Café, Bäckerei, Eis
Im Market Dome gibt es fast überall ein Café für Frühstück, Kaffee und Kuchen, oft kombiniert mit einer kleinen Bäckerei. Eis kommt im Sommer dazu - manchmal als Eisstand, manchmal direkt im Café. Im De Eemhof haben wir oft im Market Square Café gefrühstückt, wenn der Kleine zu früh wach war für die Halbpension.

À-la-carte-Specials
Das sind die spannenden Adressen. Restaurants, die sich aus dem Buffet-System lösen und ein eigenes Konzept fahren. Beispiele:
- Terhills Resort: Hauptrestaurant und Seerestaurant mit gehobener belgisch-internationaler Küche, Sonntags-Brunch
- Port Zelande: Surf Center "Eat & See" mit Pinsa und Poke Bowls, Strandclub Zee am Nordseestrand
- Les Trois Forêts: Forest Lodge mit eigener Speisekarte
- De Eemhof: Hafen-Restaurant am Bootssteg, Beach Club am Strand
In diesen Restaurants ist das Niveau spürbar höher als im klassischen Buffet, dafür sind sie auch nicht in der Halbpension drin.
Wie ist die Gastronomie in welchem Park?
Eine grobe Übersicht nach unseren Aufenthalten. Note 1 = sehr gut, Note 3 = lass die Halbpension lieber weg.
| Park | Buffet | Specials | Note | Anmerkung |
|---|---|---|---|---|
| Terhills Resort (BE) | - | Hauptrestaurant + Seerestaurant + Brunch | 1+ | Gastronomie ist der Grund, hierher zu fahren |
| De Vossemeren (BE) | gut | Fonkeling (gehobenes Restaurant), Da Nonna | 1 | Komplett aufgewertet seit dem neuen Pächter |
| Park Allgäu (DE) | groß und ordentlich | à la carte schwach - dafür starke Wirtshäuser vor dem Tor | 2 | Buffet ja, Restaurants nein |
| Het Meerdal (NL) | gut | Buffet direkt am Aqua Mundo | 1 | Einer der wenigen kleineren Parks mit ordentlichem Buffet |
| De Eemhof (NL) | gut | Neues Konzept wie Vossemeren, Hafen-Restaurant, Beach Club, Da Nonna | 2 | Buffet aufgewertet, Traktor im Restaurant, Pizzen ~2 € teurer als Vossemeren |
| Het Heijderbos (NL) | gut | Action Factory Café, Frites | 2+ | Buffet ordentlich, Pommes solide |
| Les Trois Forêts (FR) | mittel | Forest Lodge | 2 | Mehr Auswahl als Qualität, Preise höher (Bier 9 €) |
| Le Lac d'Ailette (FR) | gut | Buffet-Restaurant am Aqua Mundo | 2 | Solide, im Winter durch direkte Anbindung Gold wert |
| Port Zélande (NL) | mittel | Surf Center, Strandclub Zee | 2 | Specials sind besser als das Buffet |
| Park Hochsauerland (DE) | mittel | Pizza, Salatbuffet, Burger | 2 | Solide, nicht überragend |
| Bispinger Heide (DE) | mittel | Atelier, Bäckerei | 2 | Ordentlich, kein Highlight |
| Park Nordseeküste (DE) | mittel | Giardino Pizza am Friesenstrand | 2 | Okay, Strandbistro ist nett |
| Park Eifel (DE) | mittel | überschaubar | 3+ | Klein, wenig Auswahl |
| Park Zandvoort (NL) | schwach | Pizzeria | 3 | Wir kochen lieber selbst |
| Park Bostalsee (DE) | durchwachsen | Pommes gehen klar, Pizza war nicht gut | 3 | Halbpension lohnt sich hier nicht |
| Parc Sandur (NL) | richtig schwach | Grill-Buffet am Tischgrill | 3 | Das schwächste Buffet, das wir bei Center Parcs erlebt haben |
Wo die Gastronomie richtig gut ist
Terhills Resort - eine eigene Liga
Im Terhills Resort ist das Essen tatsächlich der wichtigste Grund für uns, immer wieder hinzufahren. Das Hauptrestaurant kocht auf einem Niveau, das man in einem Ferienpark nicht erwartet - belgisch-international, saisonale Karte, faire Preise für die Qualität. Das Seerestaurant am ehemaligen Baggersee hat eine Aussicht, die jedes andere Center-Parcs-Restaurant alt aussehen lässt. Und der Sonntags-Brunch ist mit Abstand das beste gastronomische Angebot im gesamten Center-Parcs-Universum, das wir kennen. Wer dort hinfährt, sollte den Brunch unbedingt vorher reservieren.




Mehr Details und unser Restaurant-Bericht aus erster Hand: Die Restaurants im Center Parcs Terhills Resort.
De Vossemeren - das neue Konzept hat alles verändert
Vor dem Umbau war der De Vossemeren gastronomisch durchschnittlich. Seit Albron die Restaurants übernommen hat, ist der Park aus unserer Sicht der zweitbeste Center Parcs für gutes Essen. Das Fonkeling (früher stand hier der Grill „Fuego") ist ein anderes Kaliber als die typischen Center-Parcs-Grill-Stationen - ordentliche Steaks, gut gemachte Beilagen, die Karte wirkt nicht zusammengewürfelt. Auch das Buffet hat sichtbar an Qualität gewonnen und heißt jetzt „Family Kitchen". Der Park ist außerdem ohnehin einer der schönsten in Belgien (Strandbad am See!), und mit dem aufgewerteten Restaurant-Angebot ist er jetzt für uns ein heißer Tipp für Familien, denen Essen wichtig ist - aber Terhills-Niveau zu teuer.

De Eemhof - das gleiche neue Konzept
Der De Eemhof wird vom selben neuen Gastronomie-Betreiber bewirtschaftet wie Vossemeren, das Buffet heißt hier ebenfalls „Family Kitchen". Es ist dadurch deutlich aufgewertet, und auch hier steht im Restaurant ein Trecker im Spielbereich, an dem die Kinder zwischen den Gängen klettern können. Praktisch, wenn man mit dem Kleinen ein bisschen mehr Zeit am Tisch braucht. Preislich liegen die Pizzen etwa zwei Euro über dem Vossemeren-Niveau - kein Drama, aber auffällig. Dazu kommen die schönen Specials außerhalb des Market Square: die Brasserie Zuiderzoet am Bootssteg, der Beach Club am Strand, der Italiener Da Nonna.




Größere Parks, solides Buffet: Allgäu, Het Meerdal, Le Lac d'Ailette
Eine klare Regel haben wir in den letzten Jahren gelernt: Je größer der Park, desto eher trägt das Buffet. Das hat einen einfachen Grund - größere Parks haben mehr Gäste, mehr Umsatz, mehr Anreiz für den Pächter, sich Mühe zu geben.
Im Park Allgäu sieht man das gut - aber man muss dabei zwischen Buffet und À-la-carte trennen, denn die beiden liegen weit auseinander.
Das Buffet ist groß und ordentlich. Wir waren zweimal mit Halbpension da, und beide Male hat es gehalten, was es versprochen hat: Das Salatbuffet, die Live-Pizza-Station und die Dessert-Theke sind besser als der Center-Parcs-Durchschnitt, und die schiere Auswahl sorgt dafür, dass auch wählerische Kinder satt werden. Als Schulnote: eine 2.
Die À-la-carte-Restaurants überzeugen dagegen nicht. Das Südstüble mit seiner Allgäuer Karte - Kässpätzle, Schnitzel, Käseplatte - klingt besser, als es auf dem Teller ankommt, und für das, was ihr zahlt, bekommt ihr zu wenig. Wenn ihr im Allgäu essen gehen wollt, geht nicht in den Market Dome.




Der eigentliche Trumpf im Allgäu liegt aber außerhalb des Parks. Das ist der große Unterschied zu Les Trois Forêts oder Bostalsee, wo ihr im Umkreis kaum etwas findet: Hier liegen die guten Adressen fußläufig oder ein paar Autominuten vor dem Tor - und sie sind dem Park gastronomisch klar überlegen. Drei, in die wir immer wieder gehen:
- Dorfgasthof zum Hirschen in Urlau - großes Bayrisch, ehrliche Portionen, fairer Preis. Wichtig: Den Zwiebelrostbraten muss man telefonisch vorbestellen.
- Rössle Haselburg - unten an der Kreuzung, etwa einen Kilometer vom Parkplatz.
- Die Traube - liegt auf der Rückseite des Parks und hat uns sehr gut gefallen.
Dazu kommt die Brauerei Urlau: Im Park-Supermarkt gibt es das lokale Urlauer Bier - für uns der Geheimtipp des Allgäus. Wer im Allgäu eine ganze Woche bleibt, sollte die Halbpension deshalb gar nicht für alle Abende buchen. Zwei, drei Buffet-Abende, dazu ein Wirtshaus-Abend draußen - das ist die bessere Mischung. Mehr dazu in unserem Erfahrungsbericht aus dem Park Allgäu und auf unserer Karte mit 37 Ausflugszielen rund um den Park.
Im Het Meerdal hatten wir trotz des kleinen Aqua Mundo überraschend gutes Buffet-Essen. Das Restaurant liegt direkt am Wasser, und die Auswahl ist für einen mittelgroßen Park solide. Im Le Lac d'Ailette ist das Buffet-Restaurant direkt an den Market Dome und das Aqua Mundo angeschlossen - im Winter ist das Gold wert, weil man nach dem Schwimmen nicht nochmal raus muss.



Im Het Heijderbos ist das Buffet einer der besseren in Holland - vor allem das Fischbuffet abends fanden wir gut, und das Salatbuffet war frisch.



Außenseiter-Highlight: Port Zelande mit Surf Center
Beim Port Zélande ist das klassische Buffet-Restaurant Evergreenz nur mittelmäßig. Aber der Park hat einen Trumpf, den fast keiner kennt: das Surf Center direkt an der Brouwersdam. Dort ist das Restaurant "Eat & See" untergebracht, und die machen Pinsa und Poke Bowls auf einem Niveau, das wir in keinem anderen Center Parcs gesehen haben. Das ist eher Strand-Restaurant als Familien-Buffet, und mit Kindern funktioniert es trotzdem - genug Platz, lockere Atmosphäre. Dazu gibt es am Nordseestrand den Strandclub Zee, der ebenfalls eine Stufe besser kocht als der Park-Durchschnitt.




Les Trois Forêts: Forest Lodge - und der Park, in dem sich Vollpension am ehesten lohnt
Im Les Trois Forêts ist die Forest Lodge ein eigenes Restaurant mit À-la-carte-Karte, etwas weg vom Trubel im Market Dome. Inzwischen kocht dort Sternekoch Bruno Poiré aus dem nahen Languimberg saisonal. Wir haben dort einmal abends gegessen - die Karte ist französisch geprägt, die Qualität war ordentlich, und das Ambiente ruhiger als im Hauptrestaurant. Die Forest Lodge ist allerdings das einzige Restaurant im Park, in dem die Pension nicht gilt - hier zahlt ihr immer extra.
Und genau das ist der Grund, warum Les Trois Forêts der Park ist, in dem uns die Vollpension am meisten einleuchtet: Sie gilt nicht nur am Buffet Le Marché, sondern auch beim Italiener Il Giardino, in der Crêperie Suzette, im Cocoon Bistrot und am Quick im Aqua Mundo. Ihr sitzt also nicht jeden Abend am selben Buffet, und das Mittagessen zwischen zwei Rutschen ist mit abgedeckt.
Der zweite Grund ist unangenehmer: Les Trois Forêts liegt mitten im Wald, externe Restaurants in Reichweite gibt es kaum. Center Parcs nutzt diese fehlende Konkurrenz - das Preisniveau ist spürbar höher als in den niederländischen oder belgischen Parks. Ein Bier kostet im Park 9 Euro, und auch das Essen liegt 15 bis 20 Prozent über dem, was man in Vossemeren oder im Allgäu zahlt. Wer à la carte isst, zahlt das voll mit. Wer vorab eine Pension bucht, deckelt zumindest den Löwenanteil.


Wo das Buffet weniger überzeugt
Parc Sandur - das schwächste Buffet
Im Parc Sandur war das Buffet für uns das schwächste im ganzen Center-Parcs-Universum. Der Park hat kein klassisches Market Restaurant, sondern die Grill Company mit Grill-Buffet am Tischgrill - ein Konzept, das auf dem Papier nach Erlebnis klingt und in der Praxis wenig hergab. Ein Halbpensions-Paket ist hier ohnehin nicht buchbar. Wer nach Sandur fährt, sollte fest mit Selbstversorgung planen.
Park Bostalsee - Halbpension lohnt sich nicht
Im Park Bostalsee hat uns das Essen am wenigsten überzeugt - unterirdisch war es aber nicht. Auf Schulnoten gerechnet: eine 4,5. Das Buffet wirkte eher wie Großküche, viel Frittiertes, wenig Frisches. Die Pizza war nicht gut - die Pommes dagegen völlig in Ordnung, damit kommt man mit Kindern gut durch einen Nachmittag. Das Market Café taugt für einen Kaffee, aber nicht für ein Abendessen. Der Park ist klein, die Auslastung schwankt stark, und wir haben den Eindruck, dass dem Pächter schlicht die kritische Masse für ein gutes Buffet fehlt. Für die Halbpension bekommt ihr hier zu wenig - kocht lieber selbst oder fahrt zum Essen raus.



Park Zandvoort - selber kochen ist die bessere Wahl
Auch der Park Zandvoort hat keinen gastronomischen Höhepunkt für uns. Das Buffet ist mittelmäßig, die Auswahl überschaubar, die Pizzeria okay. Mit Strand und Zandvoort-Stadt zwei Minuten weg fährt man hier sowieso lieber nach draußen zum Essen.
Faustregel: Kleinere Parks haben oft das schwächere Buffet
Park Eifel, Park Bostalsee, Park Zandvoort, Parc Sandur - die kleineren Parks haben fast immer das mittelmäßigere Buffet. Das hat nichts mit Bosheit der Pächter zu tun, sondern mit Wirtschaftlichkeit: Wenn an einem Abend nur 30 statt 300 Halbpension-Gäste kommen, kann der Pächter kein opulentes Buffet rechtfertigen - die Auswahl wird kleiner, das Frische-Niveau sinkt, die Live-Cooking-Stationen fallen weg. Wer auf gutes Essen Wert legt, fährt eher in die größeren Parks (Park Allgäu, Het Heijderbos, Le Lac d'Ailette, De Vossemeren, De Eemhof) oder direkt nach Terhills.
Was kostet Halbpension im Center Parcs?
Center Parcs veröffentlicht keine Preisliste für die Verpflegung. Es gibt keine Seite, auf der steht, was das Abendbuffet kostet. Die Preise erscheinen erst im Buchungsprozess - nachdem ihr Park, Zeitraum und Ferienhaus ausgewählt habt, im Schritt „Extras". Sie schwanken je nach Park und Saison.
Wer also googelt „Was kostet Halbpension im Center Parcs?" und eine feste Zahl erwartet, sucht etwas, das es nicht gibt. Jede Seite, die euch eine harte Zahl verspricht, hat sie entweder aus einer einzelnen Buchung abgeschrieben oder geraten.
Was wir sagen können: Günstig ist es nicht. Für eine Familie mit zwei Kindern wird ein Buffet-Abend ohne Getränke schnell dreistellig. À-la-carte in den Specials liegt nochmal höher, in Les Trois Forêts spürbar mehr (siehe oben). Wir haben über die Jahre ein paar Tricks gefunden, mit denen sich diese Kosten drücken lassen.
Spar-Strategie: Wie ihr beim Essen im Center Parcs Geld spart
- Halbpension immer online vorab buchen. Center Parcs gibt online Rabatt auf Verpflegungspakete, vor Ort am Empfang gebucht zahlt ihr fast immer drauf. Bei der Kinder-gratis-Aktion ist die Vorabbuchung sogar Pflicht.
- Halbpension nur in Parks mit gutem Buffet. In Bostalsee, Zandvoort oder im Park Eifel gibt das Halbpension-Paket weniger her als das, was ihr dafür zahlt. Da lieber selber kochen und einmal extern essen.
- Specials gezielt à la carte einplanen. In Terhills (Brunch oder Abendessen), Port Zélande (Surf Center) oder Les Trois Forêts (Forest Lodge) macht es mehr Spaß, ein bis zwei besondere Abende zu buchen statt eine durchgehende Halbpension. In den deutschen und niederländischen Parks umfasst die Halbpension sowieso nur das Buffet, nicht die Specials - und in Terhills gibt es gar keine Halbpension.
- In Frankreich lieber die Pension prüfen als à la carte zahlen. Weil Halb- und Vollpension dort in mehreren Restaurants gelten und das Preisniveau in den französischen Parks höher liegt, dreht sich die Rechnung um: Was in Deutschland ein Buffet-Zwang ist, ist in Frankreich ein Restaurant-Guthaben.
- Prüft, was außerhalb des Parks liegt. Das entscheidet oft mehr als die Buffet-Qualität selbst. Im Park Allgäu liegen mit dem Gasthof zum Hirschen, dem Rössle Haselburg und der Traube gleich drei Wirtshäuser vor dem Tor, die besser sind als alles im Park - da braucht ihr keine Woche Halbpension. In Les Trois Forêts oder am Bostalsee ist die Umgebung dagegen dünn, dort seid ihr auf den Park angewiesen.
- Selbstversorger-Mix. Wir machen es oft so: Drei Tage selber kochen (Albert Heijn in Holland, Carrefour Maasmechelen in Belgien, Rewe in Deutschland - vor der Anreise einmal groß einkaufen), an zwei Tagen Halbpension oder Special, ein Tag Pizza-Lieferung im Ferienhaus.
- Reservieren in beliebten Restaurants. Gerade bei den Specials samstags und sonntags, sonst steht ihr 45 Minuten an oder kommt gar nicht rein. Im Terhills Brunch ist das Pflicht.
- Allergiker meiden das Buffet. Bei Buffets ist Kreuzkontamination kaum vermeidbar. Specials mit À-la-carte-Bedienung sind die klar bessere Wahl, und in Terhills hat man uns die Karte sehr zuverlässig nach Allergenen erklärt.
„Kinder essen gratis": der größte Hebel beim Sparen
Das ist die Aktion, mit der ihr am meisten rausholt - und sie wird regelmäßig übersehen, weil sie nicht auf der Buchungsseite aufpoppt. Kinder essen kostenlos am Buffet, pro zahlendem Erwachsenen-Arrangement. Bei zwei Kindern und einer Woche sind das schnell mehrere hundert Euro.
Die Bedingungen, Stand Juli 2026:
- Alter: 3 bis 12 Jahre. Kinder unter 3 essen ohnehin ganzjährig gratis mit.
- Nur mit Paket: Es muss ein Abendbuffet oder eine Halbpension gebucht sein - und zwar vorab online, nicht vor Ort am Empfang. In den französischen Parks zählt zusätzlich die Vollpension mit.
- Mindestens ein zahlender Erwachsener pro Kind.
- Wo: in allen deutschen Parks, im dänischen Nordborg Resort sowie in mehreren Parks in Belgien und Frankreich. In Terhills, Villages Nature Paris und Les Landes de Gascogne gibt es die Aktion nicht - dort gibt es kein Buffet, an dem Kinder gratis essen könnten.
- Wann: nur in bestimmten Anreise-Zeiträumen. Und jetzt kommt der Haken, den man kennen muss: Die Sommerferien sind meistens ausgenommen. In den belgischen Parks De Vossemeren und Erperheide ist das Fenster nochmal enger als in Les Ardennes oder Park De Haan.
Unser Tipp: Wenn ihr flexibel seid, verschiebt die Reise um eine Woche vor oder hinter die Sommerferien. Ihr spart dann doppelt - beim Ferienhaus und beim Essen. Prüft die Aktion vor jeder Buchung neu, die Zeiträume ändern sich jedes Jahr.
Alternativen für Selbstversorger
Wer sich entschieden hat, im Ferienhaus zu kochen, hat in den meisten Parks ordentliche Möglichkeiten. Die Center-Parcs-Supermärkte im Market Dome sind teurer als ein normaler Edeka oder Albert Heijn, decken aber Brötchen, Milch, Snacks und Wein gut ab. Für den großen Wocheneinkauf lohnt sich der Stopp vor der Anreise.
In der niederländischen Limburg-Region, in der gleich mehrere Center Parcs liegen (Het Meerdal, Het Heijderbos, Port Zelande), gibt es außerdem die ABC-Restaurants als externe Alternative - eine Familien-orientierte Restaurantkette mit Spielecken, Buffet-Optionen und fairen Preisen. Wer Halbpension-Müdigkeit hat, fährt einmal raus und kennt wieder ein anderes Konzept. Auch Empfehlungen aus den jeweiligen Erfahrungsberichten lohnen sich vor der Anreise.
Wichtig: Endreinigung ist im Center Parcs immer inklusive und Pflicht (Selbstreinigung gibt es nicht). Das Ferienhaus muss nicht blitzblank verlassen werden, aber Geschirr abwaschen und Müll runterbringen ist Standard.
Was wir mit Kindern wirklich machen
Wir buchen Halbpension fast nie für die ganze Woche. Drei oder vier Buffet-Abende sind genug, danach ist die Reizüberflutung der Kinder so groß, dass sie sowieso lieber nudeln im Ferienhaus essen. Unser typischer Wochen-Ablauf:
- Anreisetag: Pizza im Park oder am Heimweg eingekauft, ankommen ohne Kochstress
- Tag 2 und Tag 3: Selber kochen, meistens etwas, was die Kinder sicher essen (Spaghetti Bolognese, Fischstäbchen mit Kartoffelbrei)
- Tag 4: Halbpension oder Pommes-Stand am Schwimmbad-Tag - wir haben keine Lust mehr nach drei Stunden Aqua Mundo
- Tag 5: À-la-carte-Special wenn der Park eines hat (Terhills Brunch, Forest Lodge, Surf Center) - das sind die Abende, an denen wir uns selbst etwas gönnen
- Tag 6 und Tag 7: Wieder selber kochen oder Pizza im Park
Was uns immer wieder ins Buffet zieht, ist nicht das Essen. Es ist die Spielecke neben dem Tisch, der Traktor an der Bühne, die Schildkröten im Becken im Market Dome der Bispinger Heide, der Orry-Trecker im Hochsauerland. Der Kleine beschäftigt sich zwischen Vorspeise und Dessert eine halbe Stunde lang mit dem Spielzeug, das im Restaurant bereitliegt, der Große verschwindet im Spielbereich oder in der BALUBA. Wir können uns unterhalten. Das ist im Restaurant draußen kaum so machbar.
Dazu kommt etwas, das man erst zu schätzen weiß, wenn man es kennt: Im Buffet sitzen nur andere Familien. Es ist laut, es wuselt, an jedem zweiten Tisch quengelt jemand. Und genau das nimmt den Druck raus. Wenn der Kleine schreit, dreht sich niemand um. Wenn der Große zum vierten Mal zur Dessert-Theke rennt, ist das normal. Niemand schaut schräg, weil alle im selben Boot sitzen. Wer schon mal mit einem müden Kleinkind in einem stillen Restaurant gesessen und die Blicke der Nachbartische gespürt hat, weiß, wie viel das wert ist.
Wie lange darf man bleiben? Realistisch sind eineinhalb bis zwei Stunden - das reicht für Vorspeise, Hauptgang, eine Spielpause und Dessert, ohne dass es hektisch wird. Irgendwann wird man aber schon gebeten, den Tisch zu räumen. Manche Restaurants fahren zwei Schichten, andere nicht. Wir haben darin kein Muster erkannt - es hängt am Park, am Restaurant und offenbar an der Auslastung. Verlasst euch also nicht darauf, den ganzen Abend sitzen bleiben zu können, und fragt im Zweifel schon bei der Reservierung nach, ob es eine feste Zeit gibt.
Kulinarisch ist das selten ein Volltreffer, aber familienlogistisch oft die beste Option des Tages. Wer das anders sieht, sollte direkt nach Terhills fahren oder in einem der À-la-carte-Specials reservieren.
Praktische Kurz-Tipps
- Zur Öffnung kommen: Buffet ab 18 Uhr ist ruhiger als ab 19:30, und der Tisch in Spielecke-Nähe ist noch frei
- Mit 1,5 bis 2 Stunden rechnen: So lange könnt ihr in der Regel bleiben, danach wird der Tisch gebraucht. Ob ein Restaurant in zwei Schichten fährt, ist von Park zu Park verschieden - bei der Reservierung nachfragen
- Hochstuhl früh sichern: In den großen Parks gibt es nicht endlos viele
- Mehrwegflaschen mitnehmen: Wasser am Tisch kostet, im Restaurant bekommt man oft kein Leitungswasser
- Pommes-Stand für Quengelphasen: Schnellster Weg, Kinder kurz vor dem Verhungern zu retten - geht im Heijderbos, Hochsauerland, in der Bispinger Heide gut
- Spielecke / Traktor / Schildkrötenbecken bewusst nutzen: Die meisten Eltern wissen gar nicht, dass ihr Kind sich für 30 Minuten unbeaufsichtigt beschäftigen kann, während ihr in Ruhe esst
Unser Fazit: eine echte Alternative zum Familienhotel
Wir haben auf dieser Seite viel kritisiert - am Geschmack, an der Qualität, am Preis. Deshalb zum Schluss die Einordnung, die uns wichtig ist: Unterm Strich ist das eine tolle Sache. Wir buchen die Buffets immer wieder, und zwar nicht aus Verlegenheit.
Der Vergleich, der wirklich zählt, ist nämlich nicht der mit dem Lieblingsitaliener zu Hause, sondern der mit dem Familienhotel. Und da hält Center Parcs locker mit. Ihr habt dieselbe Grundidee - hinsetzen, essen, nicht kochen, nicht abwaschen, Kinder sind beschäftigt - aber mit zwei Vorteilen, die ein Hotel nicht bietet:
- Ihr seid nicht gezwungen. Im Familienhotel zahlt ihr die Halbpension mit, ob ihr sie nutzt oder nicht. Bei Center Parcs entscheidet ihr pro Abend: heute Buffet, morgen selbst kochen, übermorgen Pizza oder raus ins Wirtshaus. Diese Freiheit ist bares Geld wert - und der Grund, warum wir fast nie eine ganze Woche Halbpension buchen.
- Ihr habt eine Küche. Das Ferienhaus federt alles ab, was am Buffet schiefgeht: das wählerische Kind, den zu späten Abend, den Tag, an dem einfach niemand mehr rausgehen will.
Und dann ist da der Punkt, der in keiner Restaurantkritik auftaucht: Wir bekommen am Buffet zwei ruhige Stunden am Tisch - und zwar, weil um uns herum lauter andere Familien sitzen. Kein böser Blick, wenn ein Kind schreit. Kein schlechtes Gewissen, wenn eins durch den Raum wuselt. Das ist kein netter Nebeneffekt, das ist der eigentliche Grund. In einem normalen Restaurant funktioniert das mit kleinen Kindern schlicht nicht - da ist das Essen besser und der Abend anstrengender.
Erwartet also keine kulinarischen Wunder - aber unterschätzt auch nicht, was ihr hier für einen Familienurlaub bekommt. Wer gutes Essen zum Hauptkriterium macht, fährt nach Terhills oder in einen der Parks mit starker Umgebung wie das Allgäu. Alle anderen machen es wie wir: ein paar Buffet-Abende, ein Special, den Rest selbst kochen. Das funktioniert seit über 45 Aufenthalten.
Mehr Tipps zum Center-Parcs-Urlaub mit Familie findet ihr in unserem Artikel Center Parcs mit Kindern: 15 Tipps nach 45 Besuchen und im Vergleich der Aqua Mundos.
Häufig gestellte Fragen
Gibt es Vollpension bei Center Parcs?
Gibt es All-Inclusive bei Center Parcs?
Was kostet Halbpension im Center Parcs?
Was ist das Küchenpaket bei Center Parcs?
In welchen Center Parcs essen Kinder gratis?
Lohnt sich Halbpension im Center Parcs?
Was passiert, wenn das Buffet-Restaurant geschlossen hat?
In welchen Restaurants gilt die Halbpension?
Katharina
Wir sind eine Familie mit zwei kleinen Kindern aus Hessen und wir lieben Ferienparks.
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