Evergreens Buffet-Restaurant im Center Parcs Port Zelande mit Familien beim Abendessen

Gastronomie im Center Parcs: Buffet, Halbpension und Restaurants im Familien-Test

04.05.2026

Wir gehen im Urlaub gerne ins Center-Parcs-Buffet. Nicht, weil das Essen sensationell ist - das ist es selten. Sondern weil wir nicht kochen, nicht abwaschen und uns gleichzeitig keine Sorgen machen müssen, ob die Kinder zwei Stunden stillsitzen. Im Market Dome steht meistens ein Traktor zum Klettern, eine Schildkröte im Becken oder eine Spielecke direkt neben den Tischen. Der Große verschwindet zwischen Hauptgang und Nachtisch in der Hüpfburg, der Kleine sortiert Plastiktiere - und wir trinken in Ruhe ein zweites Glas Wein. Das ist der Deal.

Was Center Parcs gastronomisch wirklich bietet, ist aber komplizierter als die Buchungsseite erst suggeriert. Halbpension hier, Frühstücks-Buffet dort, ein Italiener im Allgäu, ein Brunch in Terhills und in Bostalsee Pommes, die wir selbst kalt schon nicht runterbekommen hätten. Hier kommt unsere ehrliche Übersicht nach 45+ Aufenthalten - mit der Frage, wo sich Halbpension lohnt und wo besser nicht.

Welche Verpflegungspakete bietet Center Parcs?

Das System ist bei Center Parcs nicht überall identisch. Was in einem Park als feste Halbpension buchbar ist, gibt es im nächsten nur à la carte. Vor der Buchung lohnt sich also der Blick in die Verpflegungsoptionen des konkreten Parks.

  • Selbstversorgung ist der Standard. Jedes Ferienhaus hat eine Küche mit Geschirrspüler, Backofen und Herd, in den meisten Fällen Kühlschrank mit Gefrierfach. Im Market Dome gibt es einen Supermarkt für die Basics.
  • Frühstücks-Buffet kann separat dazugebucht werden. Im Allgäu, in Les Trois Forêts und im Heijderbos haben wir das ein paarmal genutzt. Klassisches Buffet mit Brötchen, Aufschnitt, Rührei, Müsli, Obst.
  • Halbpension kombiniert Frühstück mit Abendessen am Buffet im Market Dome. In Halbpension-Pflicht-Parks wie Terhills nicht möglich, dort gibt es nur À-la-carte. Die Halbpension ist die häufigste Variante in den Buffet-Parks.
  • Vollpension ist die Ausnahme. Wir kennen sie aus keinem unserer Aufenthalte als Standard-Option. Wer sich darauf verlassen will, klärt das vorher mit dem Park.
  • À-la-carte-Restaurants gibt es in fast jedem Park zusätzlich zum Buffet: Italiener, Steakhouse, Café, Pommes-Imbiss, manchmal ein Asia-Restaurant. Diese sind nicht Teil der Halbpension.

Eine Frage, die Familien sich vorab stellen sollten: Wie viele Abende wollt ihr wirklich essen gehen? Wir buchen Halbpension nur, wenn das Buffet im konkreten Park gut ist - im Allgäu zum Beispiel, oder im Heijderbos. In Bostalsee oder Zandvoort lieber selber kochen und einmal in der Woche extern essen gehen.

Die Restaurant-Typen im Center Parcs

Center Parcs hat in den letzten Jahren viele Restaurants an externe Dienstleister vergeben. Das ist gleichzeitig Erklärung und Problem: Die Qualität schwankt stark, weil sie vom jeweiligen Pächter abhängt - nicht von Center Parcs selbst. In manchen Parks läuft das gut, in anderen kümmert sich der Pächter sichtbar nicht. Das ist auch der Grund, warum eine Pauschalaussage wie "Center Parcs hat gutes/schlechtes Essen" kaum funktioniert.

Das Buffet-Restaurant (Market Dome / Evergreens)

Das ist das Herz der Center-Parcs-Gastronomie und der Anker der Halbpension. Im Market Dome (so heißt das Zentralgebäude in fast allen Parks) gibt es ein großes Buffet-Restaurant - "Market Restaurant" in den deutschen Parks, "Evergreens" in einigen niederländischen wie Port Zelande, manchmal auch nur "Buffet". Vom Konzept her überall ähnlich: lange Buffet-Stationen mit Vorspeise, Salat, Hauptgang (Fleisch, Fisch, vegetarisch), Beilagen und einer großen Dessert-Theke. Live-Cooking-Stationen mit Pasta oder Pizza sind in den größeren Parks Standard.

Salatbuffet im Market Dome des Center Parcs Park Hochsauerland

Italiener und Pizzeria

Fast jeder größere Park hat einen Italiener oder zumindest eine Pizzeria. In De Eemhof heißt sie Nonna's, im Allgäu gibt es eine Pizzeria im Market Dome, im Park Nordseeküste die Giardino am Friesenstrand. Qualität: solide bis okay, je nach Park. Für einen Familien-Abend mit Kindern reicht es meistens.

Pizza bei Nonna's im Center Parcs De Eemhof

Steakhouse / Grill-Restaurant

Hier wird es spannend, weil sich gerade in den belgischen Parks viel verändert hat. Das Steakhouse im De Vossemeren ist seit dem neuen Konzept eine eigene Liga geworden (mehr dazu weiter unten), und das Steak im Terhills Resort ist sowieso das beste, das wir je in einem Center Parcs gegessen haben. In den deutschen Parks ist das Grill-Angebot meistens Teil des Buffet-Restaurants.

Steak im Restaurant des Center Parcs Terhills Resort

Pommes-Stand / Frites Affaire

Belgisch geprägter Snack-Stand mit Pommes als Hauptdarsteller, dazu Frikandel, Bitterballen, Burger. In manchen Parks heißt das "Frites Affaire", in anderen einfach "Snack" oder "Fast Food". Im Heijderbos, im Hochsauerland und in der Bispinger Heide fanden wir die Pommes solide. Für Quengelphasen zwischen Schwimmbad und Abendessen die schnellste Lösung.

Frites im Center Parcs Het Heijderbos

Café, Bäckerei, Eis

Im Market Dome gibt es fast überall ein Café für Frühstück, Kaffee und Kuchen, oft kombiniert mit einer kleinen Bäckerei. Eis kommt im Sommer dazu - manchmal als Eisstand, manchmal direkt im Café. Im De Eemhof haben wir oft im Market Square Café gefrühstückt, wenn der Kleine zu früh wach war für die Halbpension.

Market Square Café im Center Parcs De Eemhof

À-la-carte-Specials

Das sind die spannenden Adressen. Restaurants, die sich aus dem Buffet-System lösen und ein eigenes Konzept fahren. Beispiele:

  • Terhills Resort: Hauptrestaurant und Seerestaurant mit gehobener belgisch-internationaler Küche, Sonntags-Brunch
  • Port Zelande: Surf Center "Eat & See" mit Pinsa und Poke Bowls, Strandclub Zee am Nordseestrand
  • Les Trois Forêts: Forest Lodge mit eigener Speisekarte
  • De Eemhof: Hafen-Restaurant am Bootssteg, Beach Club am Strand

In diesen Restaurants ist das Niveau spürbar höher als im klassischen Buffet, dafür sind sie auch nicht in der Halbpension drin.

Wie ist die Gastronomie in welchem Park?

Eine grobe Übersicht nach unseren Aufenthalten. Note 1 = sehr gut, Note 3 = lass die Halbpension lieber weg.

Park Buffet Specials Note Anmerkung
Terhills Resort (BE) - Hauptrestaurant + Seerestaurant + Brunch 1+ Gastronomie ist der Grund, hierher zu fahren
De Vossemeren (BE) gut Steakhouse mit neuem Konzept 1 Komplett aufgewertet seit dem neuen Pächter
Park Allgäu (DE) gut Südstüble (regional), Pizzeria, Restaurant-Tests okay 1 Großer Park, Qualität trägt
Het Meerdal (NL) gut Buffet direkt am Aqua Mundo 1 Eines der wenigen kleineren Parks mit ordentlichem Buffet
De Eemhof (NL) gut Neues Konzept wie Vossemeren, Hafen-Restaurant, Beach Club, Nonna's Pizza 2 Buffet aufgewertet, Traktor im Restaurant, Pizzen ~2 € teurer als Vossemeren
Het Heijderbos (NL) gut Action Factory Café, Frites 2+ Buffet ordentlich, Pommes solide
Les Trois Forêts (FR) mittel Forest Lodge 2 Mehr Auswahl als Qualität, Preise höher (Bier 9 €)
Le Lac d'Ailette (FR) gut Buffet-Restaurant am Aqua Mundo 2 Solide, im Winter durch direkte Anbindung Gold wert
Port Zelande (NL) mittel Surf Center, Strandclub Zee 2 Specials sind besser als das Buffet
Park Hochsauerland (DE) mittel Pizza, Salatbuffet, Burger 2 Solide, nicht überragend
Bispinger Heide (DE) mittel Atelier, Bäckerei 2 Ordentlich, kein Highlight
Park Nordseeküste (DE) mittel Giardino Pizza am Friesenstrand 2 Okay, Strandbistro ist nett
Park Eifel (DE) mittel überschaubar 3+ Klein, wenig Auswahl
Park Zandvoort (NL) schwach Pizzeria 3 Wir kochen lieber selbst
Park Bostalsee (DE) schwach Pizza war nicht gut 3 Halbpension hier eher Geldverbrennung

Wo die Gastronomie richtig gut ist

Terhills Resort - eine eigene Liga

Im Terhills Resort ist das Essen tatsächlich der wichtigste Grund für uns, immer wieder hinzufahren. Das Hauptrestaurant kocht auf einem Niveau, das man in einem Ferienpark nicht erwartet - belgisch-international, saisonale Karte, faire Preise für die Qualität. Das Seerestaurant am ehemaligen Baggersee hat eine Aussicht, die jedes andere Center-Parcs-Restaurant alt aussehen lässt. Und der Sonntags-Brunch ist mit Abstand das beste gastronomische Angebot im gesamten Center-Parcs-Universum, das wir kennen. Wer dort hinfährt, sollte den Brunch unbedingt vorher reservieren.

Mehr Details und unser Restaurant-Bericht aus erster Hand: Die Restaurants im Center Parcs Terhills Resort.

De Vossemeren - das neue Konzept hat alles verändert

Vor dem Umbau war der De Vossemeren gastronomisch durchschnittlich. Seit der neue Pächter die Restaurants übernommen hat, ist der Park aus unserer Sicht der zweitbeste Center Parcs für gutes Essen. Das Steakhouse ist ein anderes Kaliber als die typischen Center-Parcs-Grill-Stationen - ordentliche Steaks, gut gemachte Beilagen, die Karte wirkt nicht zusammengewürfelt. Auch das Buffet hat sichtbar an Qualität gewonnen. Der Park ist außerdem ohnehin einer der schönsten in Belgien (Strandbad am See!), und mit dem aufgewerteten Restaurant-Angebot ist er jetzt für uns ein heißer Tipp für Familien, denen Essen wichtig ist - aber Terhills-Niveau zu teuer.

Center Parcs De Vossemeren - der Park mit dem neuen Gastronomiekonzept

De Eemhof - das gleiche neue Konzept

Der De Eemhof wird vom selben neuen Gastronomie-Betreiber bewirtschaftet wie Vossemeren. Das Buffet-Restaurant ist dadurch deutlich aufgewertet, und auch hier steht im Restaurant ein Trecker im Spielbereich, an dem die Kinder zwischen den Gängen klettern können. Praktisch, wenn man mit dem Kleinen ein bisschen mehr Zeit am Tisch braucht. Preislich liegen die Pizzen etwa zwei Euro über dem Vossemeren-Niveau - kein Drama, aber auffällig. Dazu kommen die schönen Specials außerhalb des Market Square: das Hafen-Restaurant am Bootssteg, der Beach Club am Strand, Nonna's Pizza.

Größere Parks, solides Buffet: Allgäu, Het Meerdal, Le Lac d'Ailette

Eine klare Regel haben wir in den letzten Jahren gelernt: Je größer der Park, desto eher trägt das Buffet. Das hat einen einfachen Grund - größere Parks haben mehr Gäste, mehr Umsatz, mehr Anreiz für den Pächter, sich Mühe zu geben. Im Park Allgäu sind wir zweimal mit Halbpension gewesen und beide Male war das Buffet ordentlich. Vor allem das Salatbuffet, die Live-Pizza-Station und die Dessert-Theke fanden wir besser als der Center-Parcs-Durchschnitt. Dazu gibt es im Allgäu mit dem Südstüble ein regionales Restaurant mit Schwerpunkt auf Allgäuer Küche - Kässpätzle, Schnitzel, Käseplatte. Eine schöne Abwechslung zum Buffet-Alltag.

Im Het Meerdal hatten wir trotz des kleinen Aqua Mundo überraschend gutes Buffet-Essen. Das Restaurant liegt direkt am Wasser, und die Auswahl ist für einen mittelgroßen Park solide. Im Le Lac d'Ailette ist das Buffet-Restaurant direkt an den Market Dome und das Aqua Mundo angeschlossen - im Winter ist das Gold wert, weil man nach dem Schwimmen nicht nochmal raus muss.

Im Het Heijderbos ist das Buffet einer der besseren in Holland - vor allem das Fischbuffet abends fanden wir gut, und das Salatbuffet war frisch.

Außenseiter-Highlight: Port Zelande mit Surf Center

Beim Port Zelande ist das klassische Buffet-Restaurant Evergreens nur mittelmäßig. Aber der Park hat einen Trumpf, den fast keiner kennt: das Surf Center direkt an der Brouwersdam. Dort ist das Restaurant "Eat & See" untergebracht, und die machen Pinsa und Poke Bowls auf einem Niveau, das wir in keinem anderen Center Parcs gesehen haben. Das ist eher Strand-Restaurant als Familien-Buffet, und mit Kindern funktioniert es trotzdem - genug Platz, lockere Atmosphäre. Dazu gibt es am Nordseestrand den Strandclub Zee, der ebenfalls eine Stufe besser kocht als der Park-Durchschnitt.

Forest Lodge in Les Trois Forêts

Im Les Trois Forêts ist die Forest Lodge ein eigenes Restaurant mit À-la-carte-Karte, etwas weg vom Trubel im Market Dome. Wir haben dort einmal abends gegessen - die Karte ist französisch geprägt, die Qualität war ordentlich, und das Ambiente ruhiger als im Hauptrestaurant.

Eine Sache, die man wissen sollte: Les Trois Forêts liegt mitten im Wald, externe Restaurants in Reichweite gibt es kaum. Center Parcs nutzt diese fehlende Konkurrenz - das Preisniveau ist spürbar höher als in den niederländischen oder belgischen Parks. Ein Bier kostet im Park 9 Euro, und auch das Essen liegt 15 bis 20 Prozent über dem, was man in Vossemeren oder im Allgäu zahlt. Wer Halbpension bucht, ist davon weniger betroffen, à la carte schlägt es aber durch.

Wo es eher schwach ist (ehrlich)

Park Bostalsee - Halbpension lohnt sich nicht

Hier müssen wir ganz ehrlich sein: Im Park Bostalsee hat uns das Essen am wenigsten überzeugt. Das Buffet wirkte eher wie Großküche, viel Frittiertes, wenig Frisches. Die Pizza war nicht gut. Das Market Café war okay für einen Kaffee, aber nichts für ein Abendessen. Der Park ist klein, die Auslastung schwankt stark, und wir haben den Eindruck, dass dem Pächter die kritische Masse für ein gutes Buffet fehlt. Wer hierher fährt, sollte selbst kochen oder rausfahren.

Park Zandvoort - selber kochen ist die bessere Wahl

Auch der Park Zandvoort hat keinen gastronomischen Höhepunkt für uns. Das Buffet ist mittelmäßig, die Auswahl überschaubar, die Pizzeria okay. Mit Strand und Zandvoort-Stadt zwei Minuten weg fährt man hier sowieso lieber nach draußen zum Essen.

Faustregel: Kleinere Parks haben oft das schwächere Buffet

Park Eifel, Park Bostalsee, Park Zandvoort - die kleineren Parks haben fast immer das mittelmäßigere Buffet. Das hat nichts mit Bosheit der Pächter zu tun, sondern mit Wirtschaftlichkeit: Wenn an einem Abend nur 30 statt 300 Halbpension-Gäste kommen, kann der Pächter kein opulentes Buffet rechtfertigen - die Auswahl wird kleiner, das Frische-Niveau sinkt, die Live-Cooking-Stationen fallen weg. Wer auf gutes Essen Wert legt, fährt eher in die größeren Parks (Allgäu, Heijderbos, Le Lac d'Ailette, Vossemeren, De Eemhof) oder direkt nach Terhills.

Spar-Strategie: Wie ihr beim Essen im Center Parcs Geld spart

Center-Parcs-Gastronomie ist nicht günstig. Damit ihr eine Vorstellung der Kosten habt - typische Buffet-Preise pro Person, Stand 2026:

Mahlzeit Erwachsene Kinder
Abend-Buffet ca. 45 € ca. 20 €
Frühstücks-Buffet ca. 20 € ca. 13 €

Für eine Familie mit zwei Kindern sind das ohne Getränke schnell 130 Euro für ein Abendessen oder 160 Euro für einen Halbpension-Tag. À-la-carte in den Specials liegt nochmal höher, in Les Trois Forêts spürbar mehr (siehe oben). Wir haben über die Jahre ein paar Tricks gefunden, mit denen sich diese Kosten drücken lassen.

  • Halbpension immer online vorab buchen. Center Parcs gibt online Rabatt auf Verpflegungspakete, vor Ort am Empfang gebucht zahlt ihr fast immer drauf.
  • Winter-Aktion "Kinder essen kostenlos" gezielt nutzen. Center Parcs läuft regelmäßig diese Promo - meistens in den Wintermonaten und in der Nebensaison. Pro zahlendem Erwachsenen ist Halbpension für ein Kind frei. Bei zwei Kindern und einer Woche Aufenthalt sind das schnell 200 bis 400 Euro Ersparnis. Vor jeder Buchung lohnt sich der Blick, ob die Aktion gerade läuft.
  • Halbpension nur in Parks mit gutem Buffet. In Bostalsee, Zandvoort oder im Park Eifel gibt das Halbpension-Paket weniger her als das, was ihr dafür zahlt. Da lieber selber kochen und einmal extern essen.
  • Specials gezielt à la carte einplanen. In Terhills (Brunch oder Abendessen), Port Zelande (Surf Center) oder Les Trois Forêts (Forest Lodge) macht es mehr Spaß, ein bis zwei besondere Abende zu buchen statt eine durchgehende Halbpension. Die Halbpension umfasst dort meist sowieso nur das Buffet, nicht die Specials.
  • Selbstversorger-Mix. Wir machen es oft so: Drei Tage selber kochen (Albert Heijn in Holland, Carrefour Maasmechelen in Belgien, Rewe in Deutschland - vor der Anreise einmal groß einkaufen), an zwei Tagen Halbpension oder Special, ein Tag Pizza-Lieferung im Ferienhaus.
  • Reservieren in beliebten Restaurants. Gerade bei den Specials samstags und sonntags, sonst steht ihr 45 Minuten an oder kommt gar nicht rein. Im Terhills Brunch ist das Pflicht.
  • Allergiker meiden das Buffet. Bei Buffets ist Kreuzkontamination kaum vermeidbar. Specials mit À-la-carte-Bedienung sind die klar bessere Wahl, und in Terhills hat man uns die Karte sehr zuverlässig nach Allergenen erklärt.

Alternativen für Selbstversorger

Wer sich entschieden hat, im Ferienhaus zu kochen, hat in den meisten Parks ordentliche Möglichkeiten. Die Center-Parcs-Supermärkte im Market Dome sind teurer als ein normaler Edeka oder Albert Heijn, decken aber Brötchen, Milch, Snacks und Wein gut ab. Für den großen Wocheneinkauf lohnt sich der Stopp vor der Anreise.

In der niederländischen Limburg-Region, in der gleich mehrere Center Parcs liegen (Het Meerdal, Het Heijderbos, Port Zelande), gibt es außerdem die ABC-Restaurants als externe Alternative - eine Familien-orientierte Restaurantkette mit Spielecken, Buffet-Optionen und fairen Preisen. Wer Halbpension-Müdigkeit hat, fährt einmal raus und kennt wieder ein anderes Konzept. Auch Empfehlungen aus den jeweiligen Erfahrungsberichten lohnen sich vor der Anreise.

Wichtig: Endreinigung ist im Center Parcs immer inklusive und Pflicht (Selbstreinigung gibt es nicht). Das Ferienhaus muss nicht blitzblank verlassen werden, aber Geschirr abwaschen und Müll runterbringen ist Standard.

Was wir mit Kindern wirklich machen

Wir buchen Halbpension fast nie für die ganze Woche. Drei oder vier Buffet-Abende sind genug, danach ist die Reizüberflutung der Kinder so groß, dass sie sowieso lieber nudeln im Ferienhaus essen. Unser typischer Wochen-Ablauf:

  • Anreisetag: Pizza im Park oder am Heimweg eingekauft, ankommen ohne Kochstress
  • Tag 2 und Tag 3: Selber kochen, meistens etwas, was die Kinder sicher essen (Spaghetti Bolognese, Fischstäbchen mit Kartoffelbrei)
  • Tag 4: Halbpension oder Pommes-Stand am Schwimmbad-Tag - wir haben keine Lust mehr nach drei Stunden Aqua Mundo
  • Tag 5: À-la-carte-Special wenn der Park eines hat (Terhills Brunch, Forest Lodge, Surf Center) - das sind die Abende, an denen wir uns selbst etwas gönnen
  • Tag 6 und Tag 7: Wieder selber kochen oder Pizza im Park

Was uns immer wieder ins Buffet zieht, ist nicht das Essen. Es ist die Spielecke neben dem Tisch, der Traktor an der Bühne, die Schildkröten im Becken im Market Dome der Bispinger Heide, der Orry-Trecker im Hochsauerland. Der Kleine kann zwischen Vorspeise und Dessert eine halbe Stunde lang Tiere sortieren, der Große verschwindet im Spielbereich. Wir können uns unterhalten. Das ist im Restaurant draußen kaum so machbar.

Kulinarisch ist das selten ein Volltreffer, aber familienlogistisch oft die beste Option des Tages. Wer das anders sieht, sollte direkt nach Terhills fahren oder in einem der À-la-carte-Specials reservieren.

Praktische Kurz-Tipps

  • Zur Öffnung kommen: Buffet ab 18 Uhr ist ruhiger als ab 19:30, und der Tisch in Spielecke-Nähe ist noch frei
  • Hochstuhl früh sichern: In den großen Parks gibt es nicht endlos viele
  • Mehrwegflaschen mitnehmen: Wasser am Tisch kostet, im Restaurant bekommt man oft kein Leitungswasser
  • Pommes-Stand für Quengelphasen: Schnellster Weg, Kinder kurz vor dem Verhungern zu retten - geht im Heijderbos, Hochsauerland, in der Bispinger Heide gut
  • Spielecke / Traktor / Schildkrötenbecken bewusst nutzen: Die meisten Eltern wissen gar nicht, dass ihr Kind sich für 30 Minuten unbeaufsichtigt beschäftigen kann, während ihr in Ruhe esst

Mehr Tipps zum Center-Parcs-Urlaub mit Familie findet ihr in unserem Artikel Center Parcs mit Kindern: 15 Tipps nach 45 Besuchen und im Vergleich der Aqua Mundos.

Katharina Schneider

Katharina

Wir sind eine Familie mit zwei kleinen Kindern aus Hessen und wir lieben Ferienparks.

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